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Olympia-Freuden am Flughafen

Pünktlich um 22.30 Uhr am Montagabend lieferte die Lufthansa kostbare Fracht nach Dresden: Der Maschine entstiegen unter anderem die medaillen-dekorierten Bob-Piloten Francesco Friedrich und Nico Walther.

© Robert Michael

Dresden. Wieder zu Hause: Francesco Friedrich weiß, dass viele hinter ihm stehen. Montagnacht wurde der zweifache Bob-Olympiasieger von Pyeongchang auf dem Dresdner Flughafen überrascht von der Familie, von Freunden, Weggefährten, Sponsoren, Funktionären, Politikern. „Jede Minute und jede Sekunde“ habe er für diese Winterspiele in Südkorea gearbeitet, hatte der Bobpilot am Sonntag nach seinem Triumph im Vierer gesagt, „und mir haben so viele Menschen geholfen. Von meinen Jungs im Bob über die Trainer bis zu meiner Frau, die mit meinem kleinen Sohn Karl zu Hause auf mich wartet.“

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Ankunft der Olympioniken

Sein Sieg war das 14. und letzte Gold für Deutschlands Sportler in Südkorea. Und dass dieser Erfolg im Vierer ausgerechnet Friedrich gelingen würde, war vor den Spielen nicht abzusehen gewesen. Zwar gingen in diesem Winter sieben von acht Weltcups an deutsche Schlitten, allerdings teilten sich Johannes Lochner (4) und der Vize-Olympiasieger Nico Walther (3) diese Siege auf.

„Aber bei Francesco ist das so“, erklärte Bundestrainer René Spies: „Er ist bei den Großevents auf den Punkt da, und er weiß auch, dass er dann da ist. Er ist einfach ein Champion. Das hat man, oder man hat es nicht.“ Mit gerade mal 27 Jahren hat Friedrich nun schon alle großen Titel gewonnen, in beiden Schlitten. Andere Größen haben in diesem Alter gerade erst mit dem Siegen begonnen.

Der Pilot bestreitet mit seinem silbernen Vierer-Kollegen Nico Walther nun den Feier-Marathon. Nächster Empfang ist am Donnerstag ab 18 Uhr auf dem Pirnaer Markt. (szo mit sid)