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Operation gegen krankhaftes Übergewicht 

Eine neue medizinische Leitlinie macht die Möglichkeit eines solchen Eingriffes jetzt einfacher. 

© www.pixabay.com/natalia-fichtner

Die Adipositas – ein extremes und krankhaftes Übergewicht – ist ein Problem, das in Deutschland immer weiter um sich greift. „In der modernen westlichen Welt sind rund 25 Prozent der Männer und Frauen stark übergewichtig. Tendenz steigend, insbesondere bei jungen Menschen“, sagt Chefarzt Dr. med. Matthias Becker, Facharzt für Chirurgie, Viszeral- sowie Adipositaschirurgie und Leiter der zertifizierten Adipositaschirurgie an den Helios Weißeritztal- Kliniken in Freital und Dippoldiswalde. Bei etwa 1,5 Prozent der Männer und 3 Prozent der Frauen liege der Body-Mass-Index (BMI) sogar über 40. Er gibt das Verhältnis zwischen Körpergewicht und -größe an, und nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO spricht man ab einem Wert von 30 von Adipositas, also Fettleibigkeit. „Das sind besorgniserregende Zahlen, denn die Betroffenen belasten damit ihre Gelenke übermäßig und haben ein hohes Risiko, an Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken, was die Lebenserwartung deutlich reduziert.“

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„Die Hauptgründe für dieses Phänomen liegen darin, dass sich die Menschen falsch ernähren und zu wenig bewegen“, so Dr. Becker. „Doch hinter dieser stark vereinfachten Formel steckt eigentlich ein sehr breites Spektrum an Faktoren, die diese Tendenz erst befördern.“ Aber dieses Gesamtpaket an Problemen kann die Medizin nicht bewältigen – das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Um den Patienten zu helfen, ihr Gewicht auf ein gesundes Maß zu verringern, bleibt die konventionelle Therapie nach wie vor die bevorzugte Methode“, erklärt der Arzt. Dazu gehören Ernährungstherapie, Sport, Verhaltenstherapie sowie Beratungsprogramme. „Aber mit Bewegung und Diäten allein schaffen es Menschen ab einem gewissen BMI gar nicht mehr, drastisch abzunehmen. Dann kommt nur noch eine Operation wie ein Magenbypass oder ein Schlauchmagen infrage.“ Bislang mussten die Patienten einen aufwendigen Antrag auf Kostenübernahme bei den Kassen durchlaufen. Angestellte des medizinischen Dienstes haben dann vom Schreibtisch aus entschieden, ob der Eingriff gemacht werden kann oder nicht. „Ab diesem Jahr gibt es eine neue Leitlinie, die besagt, dass ab einem BMI über 50 primär operiert werden sollte“, erklärt Dr. Becker. Eine vorherige Kostenprüfung ist in diesen Fällen nicht mehr nötig, und außerdem entscheidet jetzt ein Mediziner-Team, ob der betreffende Patient für einen solchen Eingriff geeignet ist. „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn die Operationen haben sich als effektive Behandlungsoption bewährt.“

Mehrere positive Gesundheits-Effekte erreichbar

Bei den Eingriffen, die immer minimal- invasiv, mit kleinsten Schnitten, durchgeführt werden, wird das Magenvolumen verkleinert und die Aufnahme von Nährstoffen aus der Nahrung eingeschränkt. „Nach der Operation ist der Magen so klein, dass der Patient nur noch sehr kleine Portionen zu sich nehmen kann. In der Folge verliert er deutlich an Gewicht und profitiert darüber hinaus von einer ganzen Reihe gesundheitlicher Effekte“, unterstreicht Dr. Becker. So sinkt der Blutdruck, der Diabetes normalisiert sich, das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko verringert sich, Hüft- sowie Kniegelenke werden entlastet, und für einen großen Teil der Frauen wird eine Schwangerschaft möglich. „Insgesamt bringen die Eingriffe eine höhere Lebenserwartung und vor allem ein gestiegenes Maß an Lebensqualität.“ (Sylvia Schmidt)