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Pirna

Operation Museums-Rettung

Den Medizinhistorischen Sammlungen in Bad Gottleuba geht das Geld aus. Es sei denn...

Seit über 18 Jahren wird hier Gottleubaer Medizingeschichte gezeigt. Um die Zukunft der Sammlungen wird jetzt gekämpft. © Foto: K./R. Rehschuh

Die Gottleubaer kämpfen um ihr Museum. Die medizinhistorischen Sammlungen im Klinikpark sind etwas Besonderes, unter anderem weil sie einen einzigartigen Bestand an authentischem Ort zeigt. Das bescheinigen ihnen zum Beispiel die Leiter des Deutschen Medizinhistorischen Museums Ingolstadt und des medizinhistorischen Museums der Charité Berlin.

Doch das reicht nicht. Jedenfalls nicht denen, die den Verein und das Museum bisher gefördert haben. Der Kulturraum Sächsische Schweiz Osterzgebirge hat die Gottleubaer Sammlungen bisher jährlich mit 8 000 Euro gefördert. Voriges Jahr war es nur noch die Hälfte, mit der Ankündigung, es ist das letzte Mal. Dieses Jahr nun gibt es keinen Cent mehr. Der Grund: Der Verein beschäftigt keinen hauptamtlichen Vollzeit-Mitarbeiter. Nur so einer rechtfertige eine langfristig und nachhaltig angelegte Förderung, hieß es in der Begründung. Ehrenamt sei immer ein Risiko. Seither kämpft der Verein. „Wir werden es eine Weile schaffen“, sagt Vorsitzende Sabine Brauweiler. „Aber ohne Hilfe nicht ewig.“

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Die eine Hilfe ist jeder Besucher. Und es kommen wieder mehr, sagt Sabine Brauweiler. „Viele fragen, wie es weitergeht und wollen helfen.“ Eben mit ihrem Besuch und zum Beispiel auch mit Spenden. Das Geld ist die andere Form der Hilfe. „Einige Spenden sind schon eingegangen“, sagt Sabine Brauweiler. Dafür sei der Verein sehr dankbar. Jeder Euro rette das Museum. Deshalb will der Verein nun in die Offensive gehen. Er bereitet Plakate und Faltblätter vor. „Wir wollen und müssen die Aktion etwas größer aufziehen.“

Das Problem ist, dass damit nicht unbedingt auch die langfristige Sicherheit gewährleistet wird. Die kann der Verein nur durch kontinuierliche Zahlungen erhalten. Die Median-Klinik hat deutlich gesagt, von ihr könne der Verein nichts erwarten. Die Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel zahlt jährlich 3 500 Euro. Bisher gibt es im Stadtrat keinen Antrag, diesen Betrag zu erhöhen. Und ob das vor der Wahl Ende Mai noch eine der beiden Fraktionen beantragt und wenn ja, ob es befürwortet wird bzw. finanzierbar ist, ist die andere Frage. Weil sich der Verein auf das alles nicht verlassen kann, handelt er jetzt selbst. (SZ/sab)

Konto: Empfänger Medizinhistorische Sammlungen, IBAN DE22 8505 0300 3000 1934 12, Öffnungszeiten: Dienstag 13-17, Sonnabend 13-17, Sonntag 10-17 Uhr

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