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Orangerie im Sommer fertig

Das Projekt Herzogin Garten nähert sich dem Ende. Trotz der Baustelle sind die ersten Mieter bereits eingezogen.

© René Meinig

Von Juliane Richter

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Hinter den Baugerüsten lässt sich schon erahnen, wie die Orangerie im Herzogin Garten bald aussehen wird. Bauarbeiter bringen derzeit die Sandsteinverkleidung an der Fassade an. Laut Projektleiter Torsten Nowack war auch diese innerstädtische Baustelle heftig vom Kälteeinbruch im Februar betroffen. Gut drei Wochen haben die Arbeiten geruht. Doch bis Ende Mai soll die Fassade nun fertiggestellt werden. Parallel werden derzeit die Fenster in das zweigeschossige Gebäude eingesetzt.

Die rund 6 500 Quadratmeter große Fläche hin zur Ostra-Allee, die später ein öffentlicher Park werden soll, wird derzeit noch von Baugeräten und Containern dominiert. „Hier werden aber schon Grundleitungen für die spätere Bewässerung gezogen“, sagt Nowack. Schwer vorstellbar, aber spätestens im Herbst soll die Fläche tatsächlich als Park erkennbar sein.

Dass bisher noch Braun-grau statt Grün die Fläche dominiert, scheint sich negativ auf das Interesse potenzieller Mieter auszuwirken. Zumindest deutet Nowack es so. Bisher seien im bereits fertigen Neubauteil, dem „Palais im Herzogin Garten“, erst neun Wohnungen vermietet. Er ist aber zuversichtlich, dass das Interesse in den kommenden Wochen steigt. Eine 78 Quadratmeter große Dreiraumwohnung kostet rund 1 200 Euro Warmmiete. Das 110 Quadratmeter große Penthouse in der fünften Etage wird im Internet für 2 000 Euro warm angeboten. Auf dem Gelände baut der Investor Reinhard Saal seit September 2015 insgesamt rund 120 barrierefreie Wohnungen – von 56 bis 276 Quadratmetern Wohnfläche. Während er den Neubau für etwa 44 Millionen Euro verkauft hat, soll die Orangerie mit dem historischen und bald vollständig sanierten Portal in seinem Besitz bleiben.

Knapp 65 Meter ist das Gebäude nun lang – und damit deutlich kürzer als das einst 114 Meter lange Original. Laut Nowack soll es im Sommer komplett fertig sein. Lange Zeit war unklar, was mit dem Raum direkt hinter dem historischen Portal geschieht. Dieser verfügt aufgrund kleiner Fenster nur über sehr wenig Tageslicht. „Wir planen dort jetzt Büro und Gewerbe“, sagt der Projektleiter. Konkrete Mieter gibt es jedoch bisher noch nicht. Zu den Investitionskosten für die Orangerie will er sich nicht äußern. In der Vergangenheit war von rund zehn Millionen Euro die Rede.