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Amt mahnt zu mehr Sauberkeit

Der Frühling ist nicht mehr weit. Damit das Antlitz der Stadt ein Schönes ist, sollen vor allem Hundehalter umdenken.

© Archiv/SZ

Von Marcus Herrmann

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Wein der „sächsischen Riviera“

Wein auf Sächsisch: Seit 1992 wimdet sich das Weingut Jan Ulrich der Herstellung von Qualitätswein aus dem Elbtal.

Meißen. Lob über Meißens Attraktivität und seinen besonderen Charme wird nicht selten geäußert, oft auch von Touristen. Doch sowohl von Besuchern als auch Einheimischen häufen sich Beschwerden über zu viel Müll, verkrautete Gehwege, nachlässig gepflegte Grundstücke, überquellende Papierkörbe, Scherben oder herumliegende Zigarettenstummel in der Stadt. Als problematisch wird außerdem das Verhalten einiger Hundehalter angesehen, die die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht entsorgen.

„Das Ordnungsamt sowie aufmerksame Bürger mussten wiederholt feststellen, dass einige Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Tiere einfach liegen lassen. Hundekot auf Wegen und Plätzen ist nicht nur ein Ärgernis für Passanten, Radfahrer, Kinderwagen und Rollatoren-Benutzer, es ist auch ein Vergehen nach der Polizeiverordnung der Stadt Meißen“, sagt Michael Eckardt von der Pressestelle. Solches Verhalten werde mit einem Bußgeld von bis zu 1 000 Euro geahndet. Verstöße können auch von Privatpersonen unter Angabe von Ort, Zeit und Verursacher an das Ordnungsamt gemeldet werden. „Die Stadt Meißen hat eigens für Hundebesitzer insgesamt 18 Tütenspender für kostenlose Hundekottüten aufgestellt“, so Eckardt. Sie befinden sich unter anderem an Kleinmarkt, Neugasse, Görnischer Gasse, Kändlerpark, am Parkplatz des BSZ an der Goethestraße, an der Brauhausstraße am ehemaligen Busbahnhof oder dem Robert-Koch-Platz.

Hundekottüten sind allerdings nicht als Hausmüllsammeltüten gedacht. Darauf weist der Bauhof hin. Die Entsorgung erfolge über die im Stadtgebiet aufgestellten Papierkörbe, es gäbe keine speziellen Behälter dafür. „Die Bestückung der Spender erfolgt über die Firma Lucia, welche die Papierkörbe im Auftrag der Stadt entleert. Die Ausgabe von Hundekottüten erfolgt auch über das Bürgerbüro“, heißt es seitens der Stadt. Diese nehme gern auch Vorschläge zu weiteren Standorten für Aufstellorte von Tütenspendern entgegen.

Gleichzeitig weist das Ordnungsamt alle Grundstückseigentümer darauf hin, an ihre Anliegerpflichten gemäß der geltenden Straßenreinigungssatzung zu denken. Der Bereich vor den Grundstücken ist sauber zu halten, zusammengekehrter Unrat in der Mülltonne zu entsorgen. So könne jeder durch sein eigenes Verhalten mühelos zum attraktiven Stadtbild beitragen.

Kontakt für Hundebesitzer und Bürger, die Ideen für Aufstellorte haben: [email protected]