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Organisierter Massenjubel für Kim

Die Mobilisierung der Massen ist typisch für das nordkoreanische Regime. So auch nach dem Ende des ersten Parteitags der Kommunisten nach 36 Jahren.

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© Reuters

Pjöngjang. Nach dem ersten Kongress der in Nordkorea herrschenden Arbeiterpartei seit 1980 sind Hunderttausende zum Jubeln über ihren jungen Machthaber Kim Jong Un aufgeboten worden. Zur organisierten Massenkundgebung gehörte am Dienstag auch eine Zivilparade auf dem Kim-Il-Sung-Platz im Herzen von Pjöngjang, bei der die Menschen dem Machthaber mit roten und rosa Papierblumen zuwinkten. Kim, der zusammen mit anderen führenden Parteikadern auf einem Balkon stand, winkte huldvoll zurück.

Hunderttausende huldigen Kim Jong Un

Nach dem ersten Kongress der in Nordkorea herrschenden Arbeiterpartei seit 1980 sind Hunderttausende zum Jubeln über ihren jungen Machthaber Kim Jong Un aufgeboten worden. Im Foto: Hohe Parteigenossen klatschen ihrem Führer Beifall.
Nach dem ersten Kongress der in Nordkorea herrschenden Arbeiterpartei seit 1980 sind Hunderttausende zum Jubeln über ihren jungen Machthaber Kim Jong Un aufgeboten worden. Im Foto: Hohe Parteigenossen klatschen ihrem Führer Beifall.
Zur organisierten Massenkundgebung ...
Zur organisierten Massenkundgebung ...
... gehörte am Dienstag auch eine Zivilparade auf dem Kim-Il-Sung-Platz im Herzen von Pjöngjang, bei der die Menschen dem Machthaber mit roten und rosa Papierblumen zuwinkten.
... gehörte am Dienstag auch eine Zivilparade auf dem Kim-Il-Sung-Platz im Herzen von Pjöngjang, bei der die Menschen dem Machthaber mit roten und rosa Papierblumen zuwinkten.
Kim, der zusammen mit anderen führenden Parteikadern auf einem Balkon stand, winkte huldvoll zurück.
Kim, der zusammen mit anderen führenden Parteikadern auf einem Balkon stand, winkte huldvoll zurück.
Das knapp über eine Stunde lange Spektakel wurde vom Staatsfernsehen übertragen.
Das knapp über eine Stunde lange Spektakel wurde vom Staatsfernsehen übertragen.
Die Feierlichkeiten sollten nach Meinung von Beobachtern auch dazu dienen, um die Loyalität der Bürger zu Kim und der Partei zu demonstrieren und zu stärken.
Die Feierlichkeiten sollten nach Meinung von Beobachtern auch dazu dienen, um die Loyalität der Bürger zu Kim und der Partei zu demonstrieren und zu stärken.
Auf dem siebten Kongress der Arbeiterpartei zementierte Kim Jong Un, der Anfang 30 sein soll, seine Position an der Spitze der Partei.
Auf dem siebten Kongress der Arbeiterpartei zementierte Kim Jong Un, der Anfang 30 sein soll, seine Position an der Spitze der Partei.
Seine Wahl auf den neu geschaffenen Posten des Parteivorsitzenden spiegele den "einmütigen Willen und Wunsch aller Parteimitglieder, der Soldaten und des Volkes", hieß es in den Staatsmedien.
Seine Wahl auf den neu geschaffenen Posten des Parteivorsitzenden spiegele den "einmütigen Willen und Wunsch aller Parteimitglieder, der Soldaten und des Volkes", hieß es in den Staatsmedien.

Das knapp über eine Stunde lange Spektakel wurde vom Staatsfernsehen übertragen. Die Feierlichkeiten sollten nach Meinung von Beobachtern auch dazu dienen, um die Loyalität der Bürger zu Kim und der Partei zu demonstrieren und zu stärken.

Der siebte Kongress der Arbeiterpartei sei eine Versammlung gewesen, durch die die Partei gestärkt und „die Aufgabe zur Erfüllung der Juche-Revolution“ erfüllt werde, sagte das protokollarische Staatsoberhaupt, Kim Yong Nam, in einer Rede. „Juche“ ist die Staatsdoktrin, die die Selbstbestimmung des wegen seines Atomprogramms und Menschenrechtsverletzungen weithin isolierten Landes betont. Während der Parade waren auch Wagen mit Raketenattrappen und Plakate mit Aufschriften wie „Eine starke Nation braucht Atomwaffen“ zu sehen.

Der Kongress der nordkoreanischen Kommunisten war am Montag nach vier Tagen zu Ende gegangen. Dabei zementierte Kim Jong Un, der Anfang 30 sein soll, seine Position an der Spitze der Partei. Seine Wahl auf den neu geschaffenen Posten des Parteivorsitzenden spiegele den „einmütigen Willen und Wunsch aller Parteimitglieder, der Soldaten und des Volkes“, hieß es in den Staatsmedien.

Die Verleihung des neuen Titels gilt als symbolischer Schritt, mit dem das Regime die neue Herrschaftsära unter Kim hervorheben will. Er war davor als erster Parteisekretär bereits Parteichef. Sein Ende 2011 gestorbener Vater Kim Jong Il, von dem er die Macht übernommen hatte, trägt den Titel „ewiger Generalsekretär“, der Großvater Kim Il Sung den Titel „ewiger Präsident“.

Während des Kongresses billigten die mehr als 3400 Delegierten auch die Politik Kim Jong Uns zum Aufbau einer Atomstreitmacht, der parallel zur Entwicklung der Wirtschaft vorangetrieben soll. Die auch als „Byongjin“ bezeichnete Strategie wird von Südkorea und dem Westen heftig kritisiert.

Die Spannungen im Atomstreit mit Nordkorea nahmen zuletzt ständig zu. Nach einem neuen nordkoreanischen Nukleartest - dem vierten des Landes - und einem umstrittenen Raketenstart hatte der UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen das kommunistische Regime verschärft. (dpa)