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Orkantief fegte durch Dresden

Nur knapp entging ein Autofahrer einer Katastrophe. Eine umgestürzte Pappel zertrümmerte sein Auto.

© Roland Halkasch

Von Christiane Raatz, Bettina Klemm und Jana Mundus

Heftige Windböen haben Dresden am Freitag kräftig durchgeschüttelt. Zeitweise fegte das Orkantief Xaver mit einer Geschwindigkeit von rund 100 Kilometern pro Stunde durch die Stadt. Polizei und Feuerwehr rückten in der Nacht zum Freitag sowie tagsüber gleich mehrfach aus. Größere Schäden gab es aber nicht. Zwar ist der Sturm inzwischen abgezogen, aber auch heute gibt es in Dresden noch teils heftigen Westwind und Schneeschauer. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes beruhigt sich das Wetter langsam, am zweiten Advent steigen die Temperaturen wieder – dafür ist Regen angesagt.

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Baum zerdrückt Auto

Am Donnerstag ließ der Sturm gegen 23.30 Uhr einen Baum auf der Kronenstraße umkippen. Die Pappel fiel genau auf einen geparkten VW Passat. Der Wagen wurde unter der Last des Baumes zerdrückt.
Am Donnerstag ließ der Sturm gegen 23.30 Uhr einen Baum auf der Kronenstraße umkippen. Die Pappel fiel genau auf einen geparkten VW Passat. Der Wagen wurde unter der Last des Baumes zerdrückt.
Der Besitzer hatte sein Auto gerade erst abgestellt.
Der Besitzer hatte sein Auto gerade erst abgestellt.
Die Berufsfeuerwehr beseitigte den Baum mit Motorsägen.
Die Berufsfeuerwehr beseitigte den Baum mit Motorsägen.
Sachsen / Dresden: Am 05.12.2013 ließ der Sturm gegen 23.30 Uhr einen Baum auf der Kronenstraße umkippen. Die Pappel fiel genau auf einen abgeparkten PKW VW Passat. Der Wagen wurde unter der Last des Baumes zerdrückt. Der Besitzer hatte sein Auto gerade erst abgestellt. Die Berufsfeuerwehr (Wache Übigau) beseitigte mit Motorsägen den Baum. Zwischenzeitlich mußten die Aufräumarbeiten unterbrochen werden, da ein Techniker eine Gaslaterne demontieren mußte. Nur so konnte die Feuerwehr den Baumstamm auf den Fußweg legen.
Sachsen / Dresden: Am 05.12.2013 ließ der Sturm gegen 23.30 Uhr einen Baum auf der Kronenstraße umkippen. Die Pappel fiel genau auf einen abgeparkten PKW VW Passat. Der Wagen wurde unter der Last des Baumes zerdrückt. Der Besitzer hatte sein Auto gerade erst abgestellt. Die Berufsfeuerwehr (Wache Übigau) beseitigte mit Motorsägen den Baum. Zwischenzeitlich mußten die Aufräumarbeiten unterbrochen werden, da ein Techniker eine Gaslaterne demontieren mußte. Nur so konnte die Feuerwehr den Baumstamm auf den Fußweg legen.
Zwischenzeitlich mussten die Aufräumarbeiten unterbrochen werden, da ein Techniker eine Gaslaterne demontieren musste.
Zwischenzeitlich mussten die Aufräumarbeiten unterbrochen werden, da ein Techniker eine Gaslaterne demontieren musste.
Nur so konnte die Feuerwehr den Baumstamm ...
Nur so konnte die Feuerwehr den Baumstamm ...
... auf den Fußweg legen.
... auf den Fußweg legen.

Polizei und Feuerwehr rücken zu umgestürzten Bäumen aus

Glück im Unglück hatte ein Autofahrer, der seinen VW-Passat am Donnerstagabend gegen 23.30 Uhr auf der Kronenstraße in Trachau parkte. Kurz nachdem er sein Auto verlassen hatte, ließ der Sturm eine Pappel auf das Fahrzeug krachen. Unter der Last des Baumes wurde der Wagen zerdrückt. Auch ein benachbarter Audi wurde beschädigt. Die Feuerwehr musste den Baum mit einer Motorsäge zerlegen, um die Fahrbahn freizuräumen. Insgesamt ist die Feuerwehr zu sieben umgestürzten Bäumen und Baumteilen ausgerückt. Auch auf der Rosenthaler Straße wurde durch herabfallende Baumteile ein Pkw beschädigt. Die Wehr half zudem bei der Sicherung eines Baugerüstes und bei einem umgestürzten Altkleidercontainer. „Es ist zum Glück alles glimpflich abgelaufen“, sagt Sprecher Thomas Mende. Die beiden Bombenfunde hätten die Einsatzkräfte dagegen deutlich mehr beschäftigt. Zu elf Einsätzen mussten Berufs- und Freiwillige Feuerwehr ausrücken.

Die Polizei war im Großraum Dresden zu 50 Einsätzen unterwegs. „In den meisten Fällen handelte es sich um umgestürzte Bäume und Äste sowie Verkehrszeichen und Baustelleneinrichtungen. Personen wurden aber nicht verletzt“, sagt Polizeisprecher Thomas Geithner. Auch an der Dresdner Uniklinik sowie am St. Joseph-Stift gab es keine Sturm-Verletzten.

Gefahr von herabfallenden Ästen in Dresdens Wäldern

Auch wenn die Wälder weiterhin begehbar bleiben, mahnt Markus Biernath, Leiter des Forstbezirks Dresden zur Vorsicht. „Solange es noch stürmisch ist, sollte auf einen Spaziergang lieber verzichtet werden.“ Die Gefahr, von herabfallenden Ästen getroffen zu werden, sei groß. Ansonsten hat Orkantief Xaver keine größeren Schäden hinterlassen. „Nach Informationen unserer Revierleiter gibt es nur ein paar Probleme mit herabgefallenen Ästen“, erklärt Biernath. Weil die Bäume derzeit keine Blätter tragen, war die Angriffsfläche für den Sturm nur sehr klein.

Weihnachtsmärkte öffnen später, einige Hütten bleiben geschlossen

Während in anderen Städten die Tannen auf den Weihnachtsmärkten umstürzten, erwies sich die Striezelmarktfichte als stabil. Vorsichtshalber ließ die Stadt aber die Standfestigkeit noch einmal prüfen und die Keile in der Bodenhülse stärker befestigen. „Die Baumhülse ist bis zu einer Windstärke 12 ausgelegt“, sagt Rathaussprecherin Nora Jantzen. In Dresden wurden gestern laut Wetterdienst Windstärken zwischen 9 und 10 gemessen. Der Striezelmarkt öffnete zwar am Freitagmorgen wie üblich um 10 Uhr, einigen Händlern aber war das Risiko zu groß. Das betraf beispielsweise die zarten Kugeln in der Lauschaer Glashütte. Auch der Holzgrill pausierte, um einen Funkenflug zu vermeiden. Bei den anderen Weihnachtsmärkten in der Innenstadt haben die Betreiber selbst entschieden. Die Märkte auf der Prager Straße und am Taschenbergpalais öffneten erst um 14 Uhr, rund ein Drittel der Stände auf der Prager Straße blieb geschlossen. Nach Angaben der Veranstalter wurden zur Sicherheit teilweise die Gondeln des Riesenrads ausgebaut. Die Märkte auf dem Postplatz und dem Neumarkt öffneten regulär. Wegen der heftigen Sturmböen blieb auch der Weihnachtsmarkt auf der Hauptstraße bis 16

Uhr geschlossen, danach öffneten nicht alle Händler. „Wir beobachten das Wetter ständig“, so der Veranstalter. Größere Schäden gab es nicht, nur auf der Eisbahn lagen heruntergefallene Äste und herangewehte Teile.

Schwebebahn pausiert, Schlössertour fällt in Wasser

Die Dresdner Schwebebahn musste am Freitagmittag für etwa eine halbe Stunde ihren Betrieb einstellen. Nach Angaben der Dresdner Verkehrsbetriebe gab es bei Bussen und Bahnen keine Einschränkungen.

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Der Sturm hat in der Nacht eine Pappel in Trachau zu Fall gebracht. Sie fiel auf einen VW Passat, den der Besitzer erst kurz zuvor dort geparkt hatte.

Die Schiffe auf der Elbe haben den Sturm gut überstanden. Allerdings musste gestern die Schlössertour ausfallen. Zur geplanten Stollenfahrt am Nachmittag blieb das Schiff an der Haltestelle liegen. Weil sich der Wind etwas gelegt hatte, konnten aber die Schiffe „August der Starke“ und „Gräfin Cosel“ am Abend zur traditionellen Lichterfahrt am Nikolaustag starten. „Wie es weitergeht, müssen wir am Sonnabend entscheiden“, sagt Disponent Jochen Haubold. Nachdem die Vorstellung im Sarrasani-Zelt am Donnerstagabend ausfiel, fand sie am Freitagabend wie geplant statt.