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Orosz plant Stiftung zur Förderung von Künstlern

Dresden will Maler und Musiker besser fördern.Die Stadt hofft dabei auf Hilfe von kunstsinnigen Einwohnern.

Von Thilo Alexe

Das Ziel ist hehr: Mithilfe einer Stiftung will die Stadt die schönen Künste unterstützen. Aus den Erträgen der Dresdner Kulturstiftung sollen Maler, Galerien und Musiker gefördert werden. Das Besondere daran: In die Stiftung zahlen Stadt und kunstsinnige Einwohner ein.

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„Mir ist wichtig, dass auch die Bürgerschaft ihre Verbindung zur Dresdner Kultur ausdrücken kann“, sagt Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Die Stiftung solle aber nicht die Kulturförderung im Haushalt ersetzen. „Es soll schon etwas Zusätzliches sein“, sagt Orosz mit Blick auf die Verwendung der Erlöse. Dazu zählt sie neben Konzertreisen der Philharmonie die Unterstützung von Galerien und Hilfe begabter Musiker und Maler: „Wir wollen verhindern, dass Künstler aus Dresden abwandern.“

Noch handelt es sich allerdings um eine Idee. Der Zeitpunkt der Stiftungsgründung ist offen. Orosz will jedenfalls Geld aus den Stadtkassen geben und Bürger um weitere Mittel bitten. Nach ihrer Darstellung erkundigen sich Dresdner häufig im Rathaus, wie sie die Stadt mit Spenden oder Erbe unterstützen können. „Eine Stiftung ist ein probates Mittel, das sich in ganz Deutschland bewährt hat“, sagt Orosz.

Mindestens eine Viertel Million Euro soll das Gründungskapital betragen. Zum Vergleich: Die Kulturstiftung des Freistaates hat ein Volumen von 17 Millionen Euro und wirft jährlich 650 000 Euro ab.

Bis zum Start dürften noch einige Monate vergehen. Bereits heute allerdings muss sich Orosz mit einem anderen Kunstthema auseinandersetzen. Am Nachmittag entscheidet das Oberlandesgericht im Dresdner Bilderstreit. Orosz wehrt sich gegen ein Bild der Malerin Erika Lust, das sie beinahe nackt und in Strapsen vor der Waldschlößchenbrücke zeigt. Die Rathauschefin sieht darin ihre Persönlichkeitsrechte verletzt. In erster Instanz erhielt sie Recht. Lust ging in Berufung, vor Gericht scheiterte ein Vergleich.