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Ortschaftsrat schickt Protestschreiben

Die Kesselsdorfer wenden sich wegen des geplanten Asylheims mit einem offenen Brief an den Landrat.

Von Annett Heyse

Kesselsdorf. Im Namen des Ortschaftsrates und vieler Einwohner hat der Kesselsdorfer Ortsvorsteher Türk Müller einen offenen Brief an den Landrat verfasst. Darin protestiert er gegen die geplante Unterbringung von 250 Asylbewerbern in einem Gewerbeobjekt an der Sachsenallee, obwohl zunächst von 60 Flüchtlingen die Rede war. „Im Namen der überwiegenden Mehrheit der Kesselsdorfer appelliere ich an Sie als Landrat…, sich an Zusagen zu halten und keine Unterbringung von mehr als 60 Asylbewerbern zuzulassen“, heißt es in dem Brief. Müller deutet an, dass in Kesselsdorf bereits die Aufstellung einer Bürgerwehr diskutiert wird. „Eine Vervielfachung dieser Asylbewerberzahl ... versetzt die Menschen in große Aufregung“, schreibt er. Auch kritisiert er den Umgang mit den Firmen in dem teils leerstehenden Gewerbeobjekt, denen vom Eigentümer gekündigt worden war. „Auch da geht es um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen“, heißt es in dem Brief. Das Schreiben ging in Kopie an den sächsischen Ministerpräsidenten und den Wilsdruffer Bürgermeister.

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Türk Müller hat angekündigt, wegen der Debatten um das geplante Asylheim sein Amt als Ortsvorsteher zum 31. Januar niederzulegen. Als Mitglied des Wilsdruffer Stadtrats trat er mit sofortiger Wirkung zurück. In der Ratssitzung am Donnerstagabend dieser Woche wird über den Rücktritt beraten und die Nachfolge geregelt. Die Sitzung findet im Wilsdruffer Rathaus am Markt statt und beginnt 19 Uhr.