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Politik

Rücktritt des Ostbeauftragten gefordert

Wie die Linken früher stelle die AfD heute das parlamentarische System und die Marktwirtschaft in Frage, so Christian Hirte. Dafür gibt es Kritik - nicht von rechts.

Christian Hirte (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.
Christian Hirte (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer. © Monika Skolimowska/dpa

Berlin. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte, hat die Vorgängerpartei der Linken für heutige Erfolge der AfD in Ostdeutschland mitverantwortlich gemacht. "Nach der Wiedervereinigung hat sich die PDS, die im Osten sehr stark war, als Systemopposition empfunden", sagte der CDU-Politiker dem "Business Insider". 

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"Sie hat über Jahre und Jahrzehnte dort, wo sie nicht regiert hat, unser parlamentarisches System und die Soziale Marktwirtschaft infrage gestellt." Ständig habe sie Unterschiede und angebliche Benachteiligungen betont. "Man könnte sagen, dass die PDS-Linke gesellschaftlich gesät hat, was heute die AfD erntet."

Als Reaktion auf die Äußerungen hat Linke-Chefin Katja Kipping einen sofortigen Rücktritt von Christian Hirte, gefordert. Linke-Chefin Katja Kipping sagte am Freitag laut einer Mitteilung, Hirte offenbare "absolutes Desinteresse an der Gemütslage und der Situation im Osten. Wer ein solches Maß an Ignoranz gegenüber dem Osten an den Tag legt, ist allenfalls die Karikatur eines Ostbeauftragten. Er sollte sofort zurücktreten". 

Die "Demütigungserfahrungen der Nachwendezeit" und "30 Jahre Marktradikalismus" hätten dem Rechtsruck den Boden bereitet, sagte Kipping. Viele Menschen im Osten hätten damals Demütigungen verdrängt und zum Teil vor der Familie und vor sich selbst verborgen. "Nun, 30 Jahre später, kommen die verdrängten Traumata wieder hoch - nicht selten in destruktiver Form". (dpa)