merken

Deutschland & Welt

Ostbeauftragter: Osten nicht benachteiligt

Auch 30 Jahre nach der politischen Wende hinkt der Osten dem Westen hinterher. Doch auch einige Westregionen brauchen Unterstützung.

Christian Hirte (CDU)ist Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.
Christian Hirte (CDU)ist Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer. © dpa/Monika Skolimowska

Graal-Müritz. Die ostdeutschen Bundesländer werden nach Ansicht des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), bei der Förderung nicht benachteiligt. "30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung wäre es falsch, sich bei der Förderung mit unterschiedlichen Instrumentarien aufzustellen", sagte Hirte am Donnerstag in Graal-Müritz an der Ostsee. 

Shopping-Vielfalt mitten in Dresden

Die Altmarkt-Galerie Dresden bietet mit seinen rund 200 Shops vielfältige Möglichkeiten zum Shoppen und Genießen

In den alten Bundesländern gebe es Regionen, die deutlich schlechter dran seien als manche Regionen in den neuen Ländern. So sei statistisch gesehen die ärmste Region nicht in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Einkommen vergleichsweise niedrig sind, sondern in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen).

Es gehe vielmehr darum, ganz gezielt zu schauen, wo besonderer Förderbedarf sei. "Das werden wir künftig tun." Die Arbeitsgruppe zur Koordinierung der Strukturförderung habe dies nahezu einstimmig so auf den Weg gebracht. Hirte sprach dabei auch von westdeutschen Regionen wie Nordhessen oder dem Bayerischem Wald. 

Trotzdem sei davon auszugehen, dass weiterhin rund 80 Prozent der Mittel zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur in den Osten gingen. Hirte zitierte Heimatminister Horst Seehofer (CSU), der gesagt habe, dass mehr Geld für die Strukturpolitik des Bundes benötigt werde. "Das wird überwiegend dem Osten zugute kommen", sagte Hirte. (dpa)