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Sachsen

Ostern in Sachsen wärmer als in Spanien

Ein Hochdruckgebiet über Skandinavien beschert dem Freistaat Osterfeiertage mit Temperaturen von mehr als 20 Grad. Das bringt aber auch Nachteile.

Blcik auf die Dresdner Altstadt.
Blcik auf die Dresdner Altstadt. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB

Offenbach. Abgesehen von einigen Wolken und wenigen regionalen Niederschlägen erwartet Deutschland ein sonniges Osterwochenende. Nach Einschätzung der Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hält das schöne Wetter bis Ende der Feiertage an - auch in Sachsen. In weiten Teilen des Freistaates werden laut DWD am Osterwochenende Temperaturen deutlich über 20 Grad erreicht. 

Ganz anders sieht es in Südeuropa aus: In Spanien und in der Türkei dürfte es laut DWD in den kommenden Tagen stark regnen. Einem Sprecher zufolge müsse man etwa auf der Iberischen Halbinsel an den Mittelmeerküsten aber auch in den Pyrenäen mit extremen Niederschlägen rechnen. Dementsprechend rechnen die Meteorologen in diesen Regionen mit Temperaturen deutlich unter 20 Grad.

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Das hiesige Hochdruckgebiet "Katharina" halte die Tiefausläufer aus dem Süden fern, was dort wiederum für starken Regen sorge. "Wir sprechen von einer blockierenden Wetterlage", sagte ein Meteorologe des DWD am Freitag. So bleibe es Karsamstag in Deutschland trocken. Abgesehen von einigen Wolken im Osten, im Schwarzwald oder in Nähe der Alpen scheine die Sonne. Bis 27 Grad werden demnach örtlich erreicht. An der See und im Bergland liegen die Höchstwerte laut DWD bei etwa 14 Grad. Nachts bleibe es kühl.

Der Ostersonntag werde - abgesehen von einigen Schleierwolken - sonnig. Am wärmsten dürfte es mit 27 Grad im Rhein-Neckar-Raum werden. Entlang der See und im Bergland rechnen die Meteorologen mit Höchstwerten unterhalb von 20 Grad. Die Nacht zum Montag bleibe mit Temperaturen zwischen 10 und 2 Grad eher kühl. Am Tag ziehen demnach Wolken im Südwesten auf, sonst bleibt es sonnig und trocken. Die Temperaturen könnten örtlich auf 25 Grad steigen.

Etliche Osterfeuer abgesagt

Sonnenschein und wolkenloser Himmel bringen aber auch Nachteile. Wegen hoher Waldbrandgefahr sind in einigen Gegenden Sachsens Osterfeuer abgesagt worden. Im nördlichen Sachsen galt am Freitag verbreitet die Waldbrandwarnstufe 4, im oberen Teil des Landkreises Nordsachsen sogar die höchste Warnstufe 5. Diese bedeutet, dass die Wälder nicht betreten werden dürfen. "Es ist schon wieder extrem trocken", sagte Meteorologe Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig am Freitag. Niederschläge seien das komplette Osterwochenende und auch in der Woche danach nicht in Sicht.

Der Staatsbetrieb Sachsenforst schätzt die Waldbrandgefahren-Lage als "sehr angespannt" ein. Nach den Schäden, die 2018 durch Dürre und Sturm sowie Anfang dieses Jahres durch Schneebruch hervorgerufen wurden, sei sehr viel leicht brennbares Material in den Wäldern. Zur Trockenheit komme hinzu, dass die Bäume wegen der Austriebe viel Wasser aus den Böden ziehen, sagte Behördensprecher Renke Coordes.

Zahlreiche Städte und Gemeinden haben auf die hohe Waldbrandgefahr reagiert und bereits genehmigte Osterfeuer abgesagt. Nach Torgau, Taucha und Schkeuditz untersagte am Donnerstag auch Bad Düben offene Feuer. Im nordsächsischen Oschatz hingegen herrscht nach Angaben der Stadt Waldbrandstufe 3. Die genehmigten Osterfeuer könnten daher stattfinden. Die Menschen wurden allerdings aufgefordert, vorsichtig zu sein.

In den mittleren und südlichen Teilen Sachsens rechnet Sachsenforst damit, dass die Waldbrandgefahr bis zum Ostersonntag nicht über die Stufe 3 hinausgeht. (dpa)