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Döbeln

Ostrau steht zum Vereinsheimneubau

Die Räte haben die Zahlung des Gemeindeanteils beschlossen. Einstimmig ist die Entscheidung aber nicht ausgefallen.

Das alter Sportlerheim auf dem Sportplatz in Ostrau soll abgerissen werden.
Das alter Sportlerheim auf dem Sportplatz in Ostrau soll abgerissen werden. © Dietmar Thomas

Ostrau. Mit dem Neubau des Vereinsheimes auf dem Ostrauer Sportplatz an der Kirchstraße haben sich die Gemeinderäte schon des Öfteren befasst. Bei der jüngsten Sitzung beschlossen sie die Bereitstellung des Gemeindeanteils.

Bereits im Jahr 2016 hatten die Räte ihre Zustimmung zu dem Projekt signalisiert. Damals war noch von einer Bausumme von 650 000 Euro die Rede. „Inzwischen haben sich die Kosten jedoch drastisch erhöht“, sagte Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Er legte die neueste Berechnung des Planungsbüros vor. Demnach kostet der Neubau 879 000 Euro. 

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Antragsteller ist der SV Ostrau 90, deshalb kann das Projekt über die Sportförderung des Freistaates Sachsen mit 50 Prozent bezuschusst werden. Der Landkreis Mittelsachsen steuert einen Festbetrag von 75 000 Euro bei. Als Eigenanteil des Sportvereins wurden 100 000 Euro angesetzt. Für die Gemeinde bliebe eine Summe von 264 000 Euro.

Allerdings will die Verwaltung für die Finanzierung ihres Anteils Zuschüsse des Landes nutzen. So sollen die kommunale Pauschale des Freistaates für 2020 in Höhe von 70 000 Euro sowie reichlich 44 500 Euro aus der Investkraftpauschale, die bereits 2017 beschlossen wurde, dafür verwendet werden. 

Damit müssten aus der Gemeindekasse knapp 150 000 Euro gezahlt werden. „Der Verein kann jedoch die gesamte Summe seines Eigenanteils nicht aufbringen. Deshalb haben wir vorgeschlagen, einen Sonderzuschuss von insgesamt 40 000 Euro zu zahlen“, so Schilling.

Die Mitglieder haben bereits einen fünfstelligen Betrag für die Finanzierung ihres Eigenanteils gesammelt. Zudem wollen sie Eigenleistungen erbringen. Dies könnten zum Beispiel Fliesenleger-, Maler- und Abbrucharbeiten sein.

Gemeinderätin Katrin Leipacher (Freie Wähler) bezeichnete das neue Vereinshaus als optisch schönes Objekt. Sie äußerte aber auch Bedenken. „Das ist schon eine Hausnummer für unser Dorf“, sagte sie. Ralf Vogt (Freie Wähler) plädierte für das Projekt. „Der Verein leistet wertvolle Jugendarbeit. Ein neues Vereinsheim dient auch als Aushängeschild für die Gemeinde“, sagte er. 

Bernd Sonntag (Die Linke) schloss sich an. „Wir reden jetzt schon zweieinhalb Jahre darüber. Wenn wir noch länger reden, wird der Bau nicht billiger“, so Sonntag. Letztendlich stimmten neun Räte dafür, den Gemeindeanteil zur Verfügung zu stellen. Fünf enthielten sich der Stimme.