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Ostritzer werden mit Preisen überhäuft

Für ihr beherztes Auftreten gegen rechte Veranstaltungen erhält die Friedensfest-Initiative jetzt sogar eine bundesweite Anerkennung.

Die beherzten Reaktionen der Ostritzer Bürger auf rechtsextreme Veranstaltungen in einem Hotelgelände ihrer Stadt finden in ganz Deutschland Beachtung. In diesem Jahr wird die Stadt für ihre Friedensfest-Initiative mit Preisen überhäuft. So erhalten die Bürgerinitiative, die Stadt und das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal für ihre gemeinsame Aktion an diesem Sonnabend in Kiel die bundesweite Auszeichnung „Gegen Vergessen – für Demokratie“ des gleichnamigen Berliner Vereins. Einen Demokratie-Preis der Landeszentrale für Politische Bildung hatten die Friedensfest-Macher bereits am ersten Novemberwochenende in Ostritz erhalten. Im Juni war die Initiative in Berlin mit einem „Demokratiefuchs“ vom sozialdemokratischen Magazin für Kommunalpolitik „DEMO“ ausgezeichnet worden. Am vergangenen Freitag holten sich die Ostritzer schließlich in Dresden den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2018 ab.

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Hinter den Kulissen der Saftpressen

Am 21. September 2019 haben Interessierte die Möglichkeit zu erfahren, wie der leckere Saft in die Flasche kommt. 

Die Friedensfest-Initiatoren protestieren mit bunten Veranstaltungen gegen ein Neonazi-Festival, das regelmäßig im Hotel „Neißeblick“ organisiert wird. Zum letzten Friedensfest am ersten Novemberwochenende kamen 3 000 Besucher. Ein Ende ist aber nicht in Sicht: Auch nächstes Jahr planen die rechtsextremen Veranstalter vier Neonazi-Feste in Ostritz. (SZ/ju)