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Ostsächsisches Theater inszeniert spartenübergreifend

Märchen, Musical, Oper, Tragödie - das Theaterpublikum im Osten Sachsens soll eine möglichst große Bandbreite erleben. Dazu rücken die Ensembles zweier Spielorte noch näher zusammen.

Görlitz. Am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau soll sich die Kooperation zwischen den vier Sparten weiter verstärken. Mit „Der Tod und das Mädchen“ von Ariel Dorfman werden Schauspieler, Sänger, Tänzer und Orchester im März 2015 erstmals gemeinsam eine Inszenierung auf die Bühne bringen, sagte Generalintendant Klaus Arauner am Mittwoch bei der Vorstellung des neuen Spielplans.

Seit 2013 arbeiten einzelne Sparten an den beiden Standorten bereits intensiver zusammen. In der nächsten Saison solle sich dies in mehreren Produktionen fortsetzen, etwa dem musikalischen Schauspiel „Comedian Harmonists“ von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink.

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Bei der Operette „Die Csardasfürstin“ von Emmerich Kalman werde die Zittauer Schauspieldirektorin Dorotty Szalma Regie führen, die gebürtige Ungarin ist. Intendant Arauner verspricht daher eine „spannungsvolle, sehr authentische Inszenierung“ für die erste Premiere der kommenden Spielzeit in Görlitz. Im Musiktheater sind drei weitere Produktionen geplant, darunter Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“. Mit „Ein Käfig voller Narren“ von Jerry Herman wolle das Theater die Tradition der Musicalinszenierungen weiterführen.

In Zittau sollen insgesamt zwölf Schauspielinszenierungen neu herauskommen, etwa die Komödie „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn oder Saint-Exuperys Märchen „Der kleine Prinz“, kündigte Dorotty Szalma an. Für Ende Mai 2015 bereite das ostsächsische Theater eine dreisprachige Uraufführung mit Partnern im polnischen Jelenia Gora und im tschechischen Liberec vor.

„Aqua“ heißt eine der beiden Neuproduktionen des Görlitzer Tanztheaters, das sich dabei vom Element Wasser inspirieren lassen will. Die Neue Lausitzer Philharmonie unter Leitung von Andrea Sanguineti ergänzt den Spielplan mit sieben philharmonischen und einer Reihe von Sonderkonzerten. (dpa)