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Radeberg

Ottendorf-Okrilla hat einen Schnullerbaum

Um Kindern die Entwöhnung zu erleichtern, steht an der Zahnarztpraxis Stille nun ein ganz besonderer Baum.

Anke, Anja und Ines aus dem Prophylaxe-Team platzieren den ersten Schnuller am Baum.
Anke, Anja und Ines aus dem Prophylaxe-Team platzieren den ersten Schnuller am Baum. © Foto: René Plaul

Ottendorf-Okrilla. Es ist ein Abschied, der vielen Kleinkindern schwerfällt. Schließlich war der Schnuller immer ein treuer Begleiter und beliebter Zeitvertreib. Doch damit sich das Gebiss ordentlich entwickeln kann, muss mit dem Nuckeln irgendwann Schluss sein. Ab einem Alter von zwei Jahren, wenn alle Milchzähne rausgekommen sind, wird das empfohlen, erklärt Anja aus dem Prophylaxe-Team der Zahnarztpraxis Stille in Ottendorf-Okrilla.

Dieser Schritt soll den kleinen Patienten nun etwas leichter gemacht werden. Dafür wurde vor der Praxis ein sogenannter Schnullerbaum gepflanzt, bei dem es sich eigentlich um eine japanische Kirsche handelt. An den können die Kinder ihren geliebten Nuckel in einer durchsichtigen Kunststoffkugel anhängen. Das wird für die Kinder ein schönes Ritual, sagt Kollegin Ines. Und beim nächsten Besuch in der Praxis oder einem Spaziergang durch den Ort können sie vorbeikommen und nach dem Schnuller sehen. Und weil Kinder häufig mehrere haben, bleibt immer auch für de Eltern noch einer übrig, der als Erinnerungsstück aufgehoben werden kann.

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Die Eltern werden in der Zahnarztpraxis schon früh auf das Thema Schnullerentwöhnung aufmerksam gemacht. Es gebe spezielle Schwangerschaftsabende, bei denen man bereits darauf eingehe, sagt Ines. Aber auch mit den Kindern werde viel gearbeitet und beispielsweise Nachmittage in der Kita organisiert, bei denen es beispielsweise auch um zahnfreundliche Ernährung und das richtige Putzen geht. So soll dafür gesorgt werden, dass sich eine Angst vor den Besuchen beim Zahnarzt gar nicht erst entwickelt. „Die Kinder sollen ein positives Erlebnis haben“, sagt Ines. Ein solches soll nun auch der Abschied vom Nuckel am Schnullerbaum sein.

Die Idee dazu ist nicht neu. An der Dresdner Uniklinik gibt es einen solchen Baum schon seit etwa zehn Jahren. Seitdem wurden Tausende Schnuller abgegeben. Entstanden ist sie in Dänemark. Dort steht auf der Insel Thurö seit den 1920er Jahren das älteste bekannte Exemplar.

Ob auch die in Ottendorf-Okrilla gepflanzte Kirsche so ein stolzes Alter erreicht, wird sich zeigen. Schon jetzt ist klar, dass der Baum mit den bunten Schnullern für einen Farbtupfer sorgen wird. Derzeit übernehmen diese Aufgabe aber noch die zartrosa Blüten.

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