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Ottendorf will Jugendarbeit stärken

Bislang kümmert sich nur ein Mitarbeiter um die beiden Jugendklubs in der Gemeinde. Doch das soll sich nun ändern.

Von Sebastian Kositz

Nach der harschen Kritik aus dem Gemeinderat zur Jugendarbeit in Ottendorf-Okrilla geht das Rathaus jetzt in die Offensive. Um die Betreuung junger Menschen im Ort zu verbessern, erwägen Gemeinde und der Internationale Bund (IB), der freie Träger für die Jugendarbeit in Ottendorf, einen zusätzlichen Mitarbeiter dauerhaft einzustellen. Geplant ist, dem bereits vorhandenen IB-Mitarbeiter einen weiteren Helfer auf Basis eines sogenannten Minijobs an die Seite zu stellen. Somit soll das Angebot der beiden Jugendklubs in Medingen und Ottendorf dauerhaft mit der entsprechenden Qualität gewährleistet werden.

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Linke und CDU hatten Ende des vergangenen Jahres moniert, dass für die Jugendarbeit in Ottendorf-Okrilla und speziell für die Angebote in den beiden Klubs bislang kein richtiges Konzept vorliege. Obendrein hatten die Linken auf die gegenwärtige Situation im Jugendklub „Spider“ in Medingen verwiesen. Dort hätte es nach Worten von Linken-Gemeinderat René Edelmann, zugleich Ortsvorsteher von Medingen, bis zuletzt keine festen Öffnungszeiten gegeben. Eine unbefriedigende Situation, die nicht mehr hinzunehmen sei.

Um Abhilfe zu schaffen, hatte die Gemeindeverwaltung angeregt, eine weitere Stelle auf Grundlage eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) oder des Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi) zu schaffen. Doch das war bei den Linken auf Ablehnung gestoßen. Es brauche einen Mitarbeiter mit Sachverstand, zu dem die Jugendlichen auch über ein Jahr hinaus Vertrauen aufbauen können. Mit den zeitlich befristeten FSJ- und Bufdi-Stellen sei das nicht machbar, hieß es von den Ottendorfer Linken.

Mitarbeiter aus Medingen gesucht

Bei einem Treffen mit Vertretern der Verwaltung, des Trägers und des Gemeinderates haben sich die am Tisch versammelten Akteure deshalb nun auf eine neue Lösung geeinigt. Demnach ist nun die dauerhafte Einstellung eines Minijobbers im Gespräch, der entsprechend mit 450 Euro im Monat entlohnt wird. Die Kosten dafür trägt die Gemeinde. „Der Gemeinderat muss die jährlichen Mehrkosten allerdings noch über den Haushalt bestätigen“, sagt Ottendorfs Hauptamtsleiter Udo Rößler, der davon ausgeht, mit der zusätzlichen Stelle mehr Kontinuität in die Ottendorfer Jugendarbeit und speziell in die Angebote in Medingen zu bringen. Außerdem ist vorgesehen, für die Aufgabe im Idealfall einen Medinger gewinnen zu können.

Zugleich verweist Udo Rößler auf noch weitere geplante Treffen zwischen dem Internationalen Bund und Vertretern der Ortschaft Medingen. Dort sollen künftige Schwerpunkte der Arbeit ausgelotet und vereinbart werden. Seit Anfang des Jahres hat der Jugendklub „Spider“ am Medinger Sportplatz nur noch dienstags und mittwochs am Nachmittag für jeweils drei Stunden geöffnet. Mit dem zusätzlichen Mitarbeiter könnte die Einrichtung dann an zwei weiteren Tagen öffnen. Neben der Einrichtung in Medingen gibt es noch den Jugendklub „Yolo“, der im Ottendorfer Vereinshaus sein Domizil hat.

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