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Görlitz

Otter Youreks unglaubliche Rückkehr

Vier Monate war das Kerlchen aus dem Görlitzer Tierpark verschwunden. Ein Nachmieter lebte schon im Gehege. Doch dann gab es Aufregung im Schwanenteich.

Yourek ist nach seiner viermonatigen Reise wieder im Görlitzer Tierpark zu beobachten.
Yourek ist nach seiner viermonatigen Reise wieder im Görlitzer Tierpark zu beobachten. © Catrin Hammer

Aufregung im Görlitzer Tierpark: Nach viermonatiger Abwesenheit ist Ottermann Yourek freiwillig zurückgekehrt. Bis März hatte er gemeinsam mit sechs Waschbären in seinem Gehege gewohnt. Ein Sturm hat dann sein Leben verändert. "Über einen auf den Zaun gestürzten Baum konnten alle sieben Tiere aus dem Gehege entweichen", berichtet Tierpark-Sprecherin Catrin Hammer. Während die Waschbären mit Hilfe von Lebendfallen, Leckerlis und den selbstlosen nächtlichen Einsätzen der Mitarbeiter nach fünf Tagen wieder im Gehege mit repariertem Zaun saßen, tummelte sich Otter Yourek im benachbarten Schwanenteich. Alle Versuche, das Tier zu fangen, scheiterten kläglich.

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"Der Teich verlor nach kurzer Zeit seinen Reiz und so verabschiedete sich Yourek gänzlich aus dem Tierpark", sagt Catrin Hammer.

Um nicht dauerhaft otterlos zu bleiben, wurde über das Europäische Otter Zuchtprogramm ein neues Tier gefunden und so zog der einjährige Otterrüde „Marek“ aus dem Warschauer Zoo im Görlitzer Tierpark ein. Keine Woche nach Mareks Ankunft gab es plötzlich Aufregung auf dem Schwanenteich: Die Vögel drängten panisch ans Land. Das sei ein klares Indiz für die Präsenz eines Wasserraubtieres gewesen, erklärt Catrin Hammer.

Konnte es wirklich Yourek sein? Die Tierparkmitarbeiter rüsteten mit allen zur Verfügung stehenden Lebendfallen auf. Tatsächlich: Nach drei Tagen saß ein Otter in der Falle. Die Kontrolle des Microchips bestätigte, dass es sich hier um Yourek handelte. Abgenommen hatte er während seiner abenteuerlichen Auszeit in Görlitzern Gewässern, aber sonst war er kerngesund und quietschfidel.

"Nach einer Woche unter Beobachtung in der Quarantänestation können ihn unsere Besucher jetzt wieder in seinem Gehege beobachten", sagt die Tierparksprecherin. Wo er sich aufhielt und was er erlebte, bleibt wohl sein Geheimnis. (mp)

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