Merken

Otto Dix in neuem Licht

Die Kunstsammlung auf Schloss Burgk wird nun mit LED-Lampen erhellt. Das ist auch gut für die Gemälde.

Teilen
Folgen
© Archiv: Thomas Morgenroth

Freital. Die Städtischen Kunstsammlungen auf Schloss Burgk haben ihre Beleuchtung komplett auf LED-Lampen umgestellt. Wie die Stadt mitteilt, soll dadurch Geld gespart werden. Außerdem schont die neue Beleuchtung die Gemälde. 34 000 Euro hat die Umrüstung gekostet. Das Geld kommt zu großen Teilen vom Bund und vom Freistaat nach Freital.

„Da diese Maßnahme nicht nur ein ästhetisches Problem lösen sollte, war die Finanzierung durch verschiedene Akteure zu realisieren“, so Rathaussprecher Matthias Weigel. Mit der nationalen Klimaschutzinitiative für LED-Umrüstung wurde eine Förderung in Höhe von 30 Prozent durch das Umwelt-Bundesministerium möglich. Mit der Umrüstung wird eine Energieeinsparung von 85 Prozent erreicht. Ebenso gelingt eine merkliche Co2-Emissionsminderung von 161 Tonnen – über die gesamte Lebensdauer der Anlage gerechnet. Dies führt zu einer Effizienz der Gesamtausgaben von rund 286 Euro pro Tonne. Zum Vergleich: während die bisherige Lichtanlage rund 16 000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchte, benötigt die neue gerade einmal noch rund 2 500 Kilowattstunden im Jahr, also rund 13 500 weniger. „Außerdem sind die LED langlebiger und weniger wartungsanfällig.“ Zusätzlich werde dadurch die Strahlenbelastung der Exponate im Museum vermindert, da LED-Leuchten keine schädigende UV-Strahlung abgeben.

Einen zweiten Förderpartner fand die Stadt in der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die ihrerseits das Projekt mit weiteren 40 Prozent unterstützte. Die restlichen 30 Prozent der Gesamtkosten steuerte die Stadt Freital bei.

Das Lichtkonzept wurde bereits im vergangenen Jahr durch die Berliner Firma Erco Leuchten, die Elektrowerkstatt Göhler aus Freital und die Städtischen Sammlungen erarbeitet. Mit dem Eintreffen er Fördermittel konnte der Plan nun umgesetzt werden. (SZ)