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Lagerfeuerbrand flammt ein zweites Mal auf

Sieben Stunden nach dem ersten Brand muss die Feuerwehr Freitagabend wieder ins Töpfergebiet ausrücken. Über 1.200 Quadratmeter Wald werden vernichtet.

Mit dem Schlauch - so wie auf diesem Symbolfoto - war das Feuer im schwer zugänglichen Töpfergebiet nicht zu löschen.
Mit dem Schlauch - so wie auf diesem Symbolfoto - war das Feuer im schwer zugänglichen Töpfergebiet nicht zu löschen. © SZ-Archiv/Jens Trenkler

Nach dem von einem illegalen Lagerfeuer ausgelösten Waldbrand am Freitagmittag muss die Feuerwehr am Abend erneut ins Oybiner Töpfergebiet ausrücken. Gleich mehrere Anrufer aus Zittau, Hrádek und Polen melden gegen 17.50 Uhr Rauchschwaden über Oybin. Diesmal ist der Brand wesentlich größer.

Die Brandstelle ist den Kameraden bereits bekannt. Schon am Mittag gegen 11 Uhr war unterhalb der böhmischen Aussicht ein Feuer ausgebrochen. Auslöser war - mal wieder - ein illegales Lagerfeuer, dass auch für den Brand am Abend eine entscheidende Rolle gespielt hat.

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Am Abend müssen die Einsatzkräfte erneut einen Brand in dem schwer zugänglichen Gelände bekämpfen - nur 50 Meter neben der Brandstelle vom Mittag. Das Feuer hat sich diesmal auf über 1.200 Quadratmeter ausgebreitet. "Wir mussten eine 650 Meter lange Leitung von der Töpferbaude bis zur Brandstelle legen", sagt Ge­mein­de­wehr­leiter Wolf­gang Rücker. Die 22 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Oybin/Lückendorf bekommen Unterstützung von zwölf Kameraden mit Tanklöschfahrzeugen aus Zittau, Olbersdorf und Jonsdorf. "Es war ein riesen Aufwand", resümiert Rücker.

Entstanden ist das Feuer womöglich durch den Brand von 11 Uhr. Die Flammen können sich bei so einer Trockenheit auch unterirdisch oder über Funken gut ausbreiten und Stunden später wieder an einer anderen Stelle auftauchen. Es ist nicht das erste Mal, dass eine illegale Feuerstelle im Zittauer Gebirge einen Waldbrand hervorruft. Bereits letztes Jahr im August mussten die Feuerwehrleute ins Töpfergebiet klettern, um einen Waldbrand zu löschen. Auch damals war ein illegales Lagerfeuer Brandursache. Vermutet wurde eine sogenannte illegale Boofe, in der Kletterer übernachtet hatten.

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Bei einer solchen Hitze und Trockenheit wie vergangenen Freitag sind solche Lagerfeuer noch viel gefährlicher, warnt Julia Bjar vom Landratsamt in Görlitz. "Bei hoher und sehr hoher Waldbrandgefahr empfehlen wir, Waldgebiete zur eigenen Sicherheit nicht zu betreten", erklärt die Sprecherin. Nachdem der Landkreis letzte Woche noch die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen hatte, beruhigt sich die Situation aktuell wieder, da für diese Woche viel Regen angekündigt wird. Aber auch unabhängig von der aktuellen Gefahrenstufe ist der Umgang mit offenem Feuer im und am Wald ganzjährig verboten", bekräftigt Bjar. Auch das Rauchen und Grillen ist im Wald untersagt.

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