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Pakete kommen im Flüstermodus

Die Post liefert Pakete ab sofort auch mit Elektroautos aus. Sie sollen vor allem in der Dresdner Innenstadt eingesetzt werden.

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© dpa

Dresden. Die kleinen Zweiachser ähneln den Kühlautos, mit denen tiefgefrorene Lebensmittel zum Kunden gefahren werden: hinter der Fahrerkabine mit zwei Sitzen ist ein wuchtiger Koffer montiert. Dort können bei den neuen mittelgroßen „Streetscootern“ der Post fast eine Tonne Pakete eingeladen werden. Das entspricht etwa 120 Sendungen. Sind die Autos morgens einsatzbereit und die Batterien voll geladen, gehen die Auslieferer auf Tour. Sie sollen vor allem im der Innenstadt unterwegs sein. Bis zu 80 Kilometer können sie mit einer Akkuladung fahren. Helmut Steeg, Post-Chef in Dresden, weist vor allem auf die Leistung der Autos beim Anfahren und Bremsen hin. Bis zu 300 Stopps muss jeder Scooter pro Tag bewältigen. 25 solche Fahrzeuge nimmt die Post jetzt in Dresden in Betrieb. Wie viele Lieferfahrzeuge mit konventionellem Antrieb das Unternehmen in der Landeshauptstadt einsetzt, mochte Steeg nicht sagen. Das sei ein Geschäftsgeheimnis, begründete er seine Zurückhaltung. Briefe stellt das Unternehmen bereits mit Elektrofahrzeugen zu. 30 Elektrofahrräder und 60 E-Dreiräder sind dafür im Einsatz, 14 neue Dreiräder will die Post noch im Herbst in Betrieb nehmen.

Auch Postmodern, ein Unternehmen der DDV-Mediengruppe, zu der auch die Sächsische Zeitung gehört, setzt bei der Briefauslieferung auf Elektrofahrzeuge. Seit etwa zwei Jahren werden dafür rund zwei Dutzend sogenannte Paxster verwendet, kleine vierrädrige Fahrzeuge mit Elektroantrieb, die auch durch schmale Straßen passen und auf beiden Seiten der Fahrerkabine offene Ein- und Ausstiege haben.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben Elektroautos in ihrer Transporterflotte. Bisher sind es aber nur vier, weitere sollen angeschafft werden, wenn die Fahrzeugtechnik den DVB-Ansprüchen gerecht wird. Mehr als 80 Kilometer Reichweite müssten sie zum Beispiel haben.

In ganz Dresden sind 383 E-Fahrzeuge zugelassen. Dazu gehört auch der Elektro-Golf des Oberbürgermeisters. (SZ/csp)