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Pakistan meldet Tod von Topterroristen nach Luftangriff

Der Nordwesten Pakistans kommt nicht zur Ruhe. Die Regierung setzt die Luftwaffe gegen mutmaßliche Extremisten in der Grenzregion ein und will jetzt einen Anführer getötet haben.

Islamabad. Die pakistanische Luftwaffe hat beim Bombardement von Islamisten-Schlupfwinkeln nach Regierungsangaben den mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags auf den Flughafen Karachi getötet. Abu Abdur Rehmann Al-Maani sei am Sonntag gemeinsam mit rund 50 weiteren Extremisten bei dem Luftangriff auf einen vermuteten Stützpunkt der Islamischen Bewegung Usbekistans (UMI) im Nordwesten des Landes ums Leben gekommen, hieß es in einer Mitteilung des Militärs.

Die pakistanische Regierung macht Kämpfer der UMI für den Anschlag auf den Flughafen von Karachi verantwortlich, bei dem am Pfingstsonntag - einschließlich der zehn Angreifer - rund 40 Menschen getötet wurden. Bereits am Dienstag hatte die Luftwaffe bei Angriffen im Grenzgebiet zu Afghanistan 25 mutmaßliche Extremisten getötet.

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Bei dem Angriff in der Stammesregion Nord-Waziristan vom Sonntag wurden nach Regierungsangaben neben zahlreichen Usbeken auch sieben Uiguren getötet. Auch ein Munitionslager sei zerstört worden. Unabhängige Informationen gab es dazu nicht, weil die Region für Außenstehende - einschließlich Journalisten - unzugänglich ist.

„Es gibt bestätigte Berichte über die Präsenz ausländischer und einheimischer Terroristen in diesen Verstecken, die an der Planung des Anschlags beteiligt waren“, hieß es im Kommuniqué der Militärs. Kämpfer der IMU haben sich in Pakistan festgesetzt seit sie 2001 nach der internationalen Intervention gegen das Taliban-Regime aus Afghanistan vertrieben worden waren. Die Gewalt hat in Pakistan in jüngster Zeit wieder zugenommen, nachdem es der Regierung in Islamabad nicht gelungen war, die Taliban in einen Friedensprozess einzubinden. (dpa)