Bundespolizisten haben im Raum Löbau-Zittau allein am Dienstag 35 Migranten und einen Schleuser aufgegriffen. Dabei hilft auch ein deutsch-tschechisches Fahndungsteam.
Zittau. Bundespolizisten haben allein am Dienstag im Raum Löbau-Zittau 35 illegal eingereiste Migranten aufgegriffen und einen Schleuser festgenommen. So stellten sie beispielsweise kurz nach 3 Uhr in der Nacht nahe der AGIP Tankstelle in Löbau in einem überfüllten Skoda Superb fünf syrische Männer und ein neunjähriges Kind fest. "Der Fahrer, ein 40-jähriger Ukrainer, hatte sie in der Slowakei abgeholt und sollte sie für einen Schleuserlohn von 700 Euro nach Dresden bringen", schildert Alfred Klaner von der Bundespolizeiinspektion Ebersbach. Der Schleuser wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft.
In der Nähe von Bernstadt griffen Bundespolizisten dann am Vormittag nach einem Bürgerhinweis vier Frauen, fünf Männer und zwei Kinder aus der Türkei auf, Sie wurden laut Zeugenhinweis von einem hellblauen Pkw mit polnischem Kennzeichen abgesetzt. Am Nachmittag schließlich griffen Beamte des neu gegründeten deutsch-tschechischen Fahndungsteams in der Nähe von Ostritz neun Migranten, vier Syrer und fünf Jemeniten, auf.
Über das Dreiländereck führt die so genannte "Balkanroute", eine derzeit stark Schleuserroute. Nach Angaben der Bundespolizei hat sich die Zahl der illegalen Einreisen nach Sachsen 2022 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdreifacht. Dieser Trend hält auch weiterhin an, bestätigt Alfred Klaner, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Ebersbach. In Sachsen haben Bundespolizisten im vorigen Jahr mehr als 18.500 illegal eingereiste Migranten aufgegriffen. 2021 waren es 6.900.