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Panschwitz-Kuckau saniert alte Kita

In dem leer stehenden Gebäude entstehen Hortplätze. Nicht das einzige ehrgeizige Ziel.

© Gemeindeverwaltung

Von Manuela Paul

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Panschwitz-Kuckau. Noch sieht der alte Kindergarten in Panschwitz-Kuckau grau und trostlos aus. Doch dass soll sich ändern. Der Plattenbau wird zum Hort umgebaut. Mithilfe eines finanziellen Zuschusses aus dem Förderprogramm des Freistaates für Brachen. Eine reichliche halbe Million Euro sind für dieses – zur Hälfte geförderte – Projekt veranschlagt. Die Liste der Arbeiten ist lang: Das Gebäude soll eine neue Außenfassade mit Dämmung und neue Fenster bekommen, das Dach muss abgedichtet werden. Auch im Inneren des künftigen Hortes ist allerhand zu tun. Heizung, Fußböden und Türen sollen ausgewechselt werden und die Räume einen neuen Anstrich bekommen. Der Umbau soll bis zum Ende des Jahres realisiert sein, erklärt Bürgermeister Markus Kreuz die größte Investition der Gemeinde im aktuellen Haushaltsjahr. „Dabei legen wir auch noch einiges an Eigenmittel drauf.“ Denn die Gestaltung der Außenanlagen sei „beispielsweise gar nicht in der Förderung mit drin“.

Der aus DDR-Zeiten stammende Flachbau beherbergte seinerzeit den Kindergarten. Doch nach dem Umzug der Kita wurde das Gebäude nicht mehr gebraucht. Lange Zeit stand es leer. Zwischenzeitlich mietete sich die Musikschule ein. Doch auch die sei schon wieder seit zwei, drei Jahren ausgezogen, so Markus Kreuz. Lediglich eine Cateringfirma hat im Erdgeschoss des Flachbaus ihren Sitz. Das soll auch so bleiben. Dennoch ist reichlich Platz für Horträume. Von Vorteil sei zudem, dass der Flachbau in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule und Kita liegt. Nur etwa 60 Meter entfernt. „Die Hortkinder können so über einen gesicherten Gehweg, fernab von der stark befahrenen Staatsstraße, von der Grundschule in den Hort wechseln.“

Bauhof führt Regie

Der geplante Hortbau ist allerdings nicht das einzige ehrgeizige Ziel der kleinen sorbischen Gemeinde. In diesem Jahr soll auch der zweite Bauabschnitt an der Straße Kunigundenberg erfolgen. Im vorigen Jahr wurden dort Borde gesetzt, Trink- beziehungsweise Regenwasserleitungen verlegt und Einfahrten fertiggestellt. „Nun wollen wir die restlichen Borde auf der gegenüberliegenden Straßenseite einbauen und eine neue Schwarzdecke aufziehen“, so der Bürgermeister. Nach Ostern soll es dort weitergehen. Außerdem kommen auf dieser Straße zwei neue Hydranten dazu.

Viele der beim gemeindlichen Straßenbau anfallenden Aufgaben übernehme der Bauhof. Auch Arbeiten an den Außenanlagen des neuen Hortes werden in Bauhof-Regie erfolgen. „Deshalb haben wir dort inzwischen eine schlagkräftige Truppe.“ Allerdings erfordere das auch ein wenig Verständnis der Bürger. „Es geht nicht alles auf einmal.“ Zudem sei es allemal wirtschaftlicher, wenn die Bauhof-Truppe beispielsweise an Straßen baut, statt Gras zu mähen. Schließlich würden die Mitarbeiter nach Tarif bezahlt. Da müsse man schauen, dass nachhaltig gewirtschaftet wird. Dafür bräuchten die Einwohner aber auch keine Straßenbaubeiträge bezahlen, wie es vielerorts üblich ist. „In Ostro beteiligt sich in Sachen Grünpflege deshalb der Ortschaftsrat und der Jugendclub aktiv.“ Einige Grünpflegearbeiten in der Gemeinde habe die Verwaltung auch an die Behindertenwerkstatt des Klosters vergeben. Das schaffe Kapazitäten für andere Dinge.

Dach der Grundschule wird erneuert

Erneuert werden soll in diesem Jahr auch das Dach der Grundschule – mit Hilfe von Fördergeld aus dem Fonds Investkraftstärkung. Rund 340 000 Euro sind dafür eingeplant. Die Ausschreibung dazu sei bereits durch, die Submission auch, so dass der Gemeinderat demnächst über die Vergabe der Aufträge beschließen kann. „Das geht von Dämmung über Blitzschutz bis hin zu Dachdecker- und Dachklempnerarbeiten.“ Außerdem arbeitet die Gemeindeverwaltung an der Erstellung eines Bebauungsplanes für ein etwa zwei Hektar großes Areal am Mittelweg.

Im 2018er Plan ist auch die Hangsicherung in Ostro. Der in Gemeindebesitz befindliche Hang rutsche immer weiter ab. Da müsse man etwas unternehmen. „Das wird vermutlich im Herbst werden.“ Die Planung der Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt in Cannewitz sollen ebenfalls 2018 über die Bühne gehen. Ein weiteres großes Vorhaben ist der Abriss des alten Gasthofes in Panschwitz-Kuckau. Möglicherweise könnte es dort nächstes Jahr losgehen. Die für die Fördermittel-Beantragung notwendige Planung ist bereits in Auftrag gegeben.