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Papageien ersticken bei Brandanschlag

Sechs Volieren in einer Meißner Gartenanlage wurden zerstört. Ein Tier konnte gerettet werden.

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Von Dieter Hanke

Bei einem Feuer in der Meißner Gartenanlage „Stadtblick“ am späten Montagabend sind acht wertvolle Graupapageien und Amazonen sowie sieben Sittiche ums Leben gekommen.

„Sie erstickten qualvoll durch den Qualm“, sagte der Meißner Züchter Heinz Donath. Sechs seiner Volieren und ein Vogelhaus wurden bei dem Brand in seiner 420 Quadratmeter großen Gartenparzelle völlig zerstört. Die Feuerwehr konnte einen Papagei aus den brennenden Anlagen retten. „Wir gehen von Brandstiftung aus“, sagte ein Polizeisprecher.

„Ich bin erschüttert. Meine züchterische Arbeit über Jahre wurde zunichte gemacht“, sagte Heinz Donath, der seit über 40 Jahren Exoten züchtet. Die fünf Graupapageien und die drei Amazonen waren zwischen acht und zwölf Jahre alt. Einige hatten vor zwei Tagen Eier gelegt. Der Züchter hoffte auf Nachwuchs. Den Schaden schätzt er auf etwa 10000Euro. Ein Papagei kostet an die 500 Euro.

Ende eines Lebenswerkes

„Das ist das Ende für mich als Züchter. Ich fange nicht noch einmal an“, sagte Heinz Donath. Er gehört seit Jahrzehnten dem Verein Ziergeflügel und Exoten Weinböhla-Meißen an. Am Dienstagmorgen wurde der 75-Jährige bei seinem gewohnten Gang zur Gartenanlage von dem grausigen Ereignis überrascht. Die Volieren waren verkohlt, die Papageien lagen tot in den Anlagen. „Wer hat mir so was angetan?“, fragte der Senior. Auch seine Frau Margarete ist tieftraurig: „Die Tiere waren sein Leben. Mein Mann kümmerte sich täglich mit Eifer um sein Hobby. Die Volieren hatte er selbst gebaut.“