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Papierkorb und Auto gesprengt

Zwei Explosionen beschäftigen Feuerwehr, Polizei und das Ordnungsamt der Stadt. Sie erhoffen sich Hinweise auf die Täter.

© André Braun

Von Frank Korn

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Hartha. Hartha am Dienstagabend. Gegen 22.30 Uhr wurden die Anwohner der Richard-Wagner-Straße von einem enorm lauten Knall aufgeschreckt. Unbekannte hatten einen Betonpapierkorb gesprengt. Was sie für die Sprengung benutzt haben, ist noch unklar. „Der Papierkorb wurde bei der Detonation komplett zerstört und die Teile im unmittelbaren Umfeld verteilt aufgefunden. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 500 Euro beziffert“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz.

So sah der Papierkorb nach der Explosion aus.
So sah der Papierkorb nach der Explosion aus. © privat
Um einen solchen massiven Abfallbehälter handelt es sich.
Um einen solchen massiven Abfallbehälter handelt es sich. © Frank Korn

Knapp eine halbe Stunde später hörte der Harthaer Kurt Antrag ebenfalls einen explosionsartigen Knall. „Unser Hund konnte sich gar nicht beruhigen, bellte ganz aufgeregt“, erzählte der Rentner. Kurz nach dem Knall habe er die Feuerwehrsirenen gehört. Er sei dann mit seinem Hund auf die Straße gegangen, um nach der Ursache zu suchen. An der Döbelner Straße auf dem Parkplatz vor dem Zustellstützpunkt der Deutschen Post brannte ein Pkw Ford. Inzwischen war die Harthaer Feuerwehr eingetroffen. „Als wir ankamen, stand das Auto völlig in Flammen. Das Feuer breitete sich bereits auf die angrenzende Hecke sowie einen Nadelbaum aus“, schilderte Wehrleiter René Greif die Situation. Die zwölf Kameraden, die mit drei Fahrzeugen angerückt waren, verhinderten ein Übergreifen des Feuers auf die nebenan stehenden Fahrzeuge. Mit einem Atemschutztrupp und einem Schnellangriff löschten die Feuerwehrleute die Flammen in der Hecke und im Nadelbaum. „Das Feuer im Pkw wurde mit Schaum gelöscht. Dazu musste das Fahrzeug mit einem Hydraulikspreizer geöffnet werden, um an die Glutnester heranzukommen“, so Greif. Gegen 0.45 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen.

Am Mittwochvormittag war ein Beamter der Kriminaltechnik Döbeln eingetroffen, um nach den Ursachen für den Brand zu forschen. Er musste sich vorsichtig bewegen, denn Schaum und Löschwasser waren über Nacht gefroren. Der Beamte notierte zunächst die Fahrgestellnummer und fotografierte den Motorraum. Er suchte nach Spuren und sicherte diese, um sie dann auswerten zu können. Die Polizei hat sowohl im Fall des gesprengten Papierkorbs als auch des brennenden Ford Ermittlungen aufgenommen. „Ein möglicher Zusammenhang wird geprüft“, sagte Polizeisprecherin Jana Kindt.

Der Pkw Ford sowie drei weitere Fahrzeuge unmittelbar daneben stehen schon seit geraumer Zeit ohne Kennzeichen auf dem Parkplatz. Ob die Fahrzeuge berechtigt oder unberechtigt dort stehen, ist unklar. Nach Mitteilung eines Mitarbeiters des Ordnungsamtes handele es sich um keine öffentliche Abstellfläche, so die Pressesprecherin der Polizei. Ronald Fischer, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes der Stadt Hartha, sagte dazu: „Der Parkplatz ist kein öffentlicher, insofern entzieht sich alles Weitere unserer Kenntnis.“

Die beiden Detonationen vom Dienstagabend sind kein Einzelfall. Immer wieder hat es in der Vergangenheit in Hartha solche explosionsartigen Geräusche gegeben – offenbar bis Dienstagabend aber ohne größere Schäden. Bei der Suche nach den Verursachern arbeiten Polizei und Ordnungsamt zusammen. „Die Aussichten auf Erfolg sind, begründet in der Natur der Sache, natürlich äußerst gering. Für Hinweise aus der Bevölkerung sind die Polizei und wir als Stadt dankbar“, so Ronald Fischer.