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Meißen

Pappeln am Ketzerbach werden gefällt

Die 63 Hybridpappeln sollen im nächsten Jahr durch standorttypische Gehölze in gleicher Anzahl ersetzt werden.

Insgesamt 63 Pappeln werden am Ketzerbach in Wachtnitz gefällt.
Insgesamt 63 Pappeln werden am Ketzerbach in Wachtnitz gefällt. © Gerhard Schlechte

Lommatzsch. Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen hat am Montag am Ketzerbach in Wachtnitz mit Baumfällarbeiten begonnen. Entfernt werden 63 gefährdete und für den Standort untypische Hybridpappeln. Diese sollen im nächsten Jahr in gleicher Anzahl durch standorttypische Gehölze wie Esche, Erle, Eiche, Ulme und Weide ersetzt werden. Die Fällungen und Pflanzungen erfolgen in Eigenleistung durch die Flussmeisterei Riesa, so die Talsperrenverwaltung.

Die Arbeiten erfolgen in zwei Abschnitten: An der Brücke Talstraße werden auf einer Länge von 380 Metern bis September zunächst 42 Hybridpappeln gefällt. Die Bäume stehen in einem europäischen „Natura 2000“-Schutzgebiet, einem Lebensraum für streng geschützte Wirbeltierarten. 

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Ein besonderes Augenmerk liegt bei den Fällungen daher auf den Erhaltungszielen des Schutzgebietes. Der zweite Abschnitt ist 200 Meter lang und befindet sich 400 Meter oberhalb der Brücke Talstraße. Hier beginnen die Arbeiten im Oktober. Die Ersatzpflanzungen im nächsten Jahr sind am gleichen Standort vorgesehen. Damit werden die Ufer natürlich gesichert und eine standortgerechte uferbegleitende Gehölzkulisse hergestellt.

Doch dürfen die Bäume außerhalb der Fällsaison, die von Anfang Oktober bis Ende Februar eines jeden Jahres geht, jetzt überhaupt entfernt werden? Ja, sagt Katrin Schöne, die Pressesprecherin der Landestalsperrenverwaltung Sachsen. 

„Die Fällungen wurden von den zuständigen Naturschutzbehörden genehmigt. Es ist sichergestellt, dass weder Vogelbrutstätten noch mögliche Biber-Reviere gestört werden“, so die Sprecherin. Mit Verkehrsbehinderungen sei während der Fällungen nicht zu rechnen. (SZ/jm)

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