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Pappelreihe haucht das Leben aus

Die Bäume an der Sörmitzer Straße werden zum Sicherheitsrisiko. Der Orkan hat wieder einen umgeworfen.

© Jens Hoyer

Von Jens Hoyer

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Döbeln. Eigentlich sollte die Reihe von mehr als 20 Pappeln an der Sörmitzer Straße stehenbleiben, bis sie dem Hochwasserschutz ohnehin weichen muss. Aber jetzt könnte es schneller gehen. „Wir prüfen, ob die Bäume kurzfristig gefällt werden“, sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher auf Nachfrage des DA. Den Grund hatten die vergangenen Stürme geliefert. Bereits Ende Oktober war eine der alten Pappeln umgebrochen. Beim Orkan am Donnerstag fiel eine zweite, die gleich daneben stand. Auch ein großer Ast wurde von einem der Bäume auf die Sörmitzer Straße geworfen. Alle gefallenen Bäume waren völlig hohl. Und auch die noch stehenden sehen nicht besser aus.

Die gefallene Pappel vom Donnerstag war auf dem benachbarten Gelände des Klinikums am Rand der kleinen Parkanlage eingeschlagen. Ein Geländer und eine Bank seien dabei beschädig worden, sagte Verwaltungsleiter Martin Preißer. „Bisher haben wir uns um die Bäume noch keine Sorgen gemacht. Es wäre aber schön, wenn da etwas passieren würde“, sagte er. Das Klinikum hat auch einen Parkplatz in Reichweite einiger Pappeln. Dort wäre der Schaden dann größer. Mit der Stadtverwaltung sei darüber aber noch nicht gesprochen worden, so Preißer.

Stadtgärtner Gerd Lauterbach kennt den schlechten Zustand der Bäume: „Die haben wir schon zweimal gekappt.“ Vor vielen Jahren war schon einmal erwogen worden, sie zu fällen. Aber der damalige Bürgermeister Matthias Girbig sei dagegen gewesen, so Lauterbach. Die mehr als 20 Bäume zu fällen, sei auf jeden Fall ein Kraftakt, der die Möglichkeiten der Stadtgärtnerei übersteige. „Man müsste auch die Straße sperren und den Strom auf der Leitungstrasse abschalten“, sagte Lauterbach.

Eine andere Pappelallee an der Straße zwischen Oberranschütz und Hermsdorf bereite nicht so viele Sorgen. Diese Bäume seien erst vor 20 Jahren neu gepflanzt worden, sagte Lauterbach.

Derzeit haben die Stadtgärtner noch jede Menge Arbeit durch den Orkan. „Wir haben Windbruch ohne Ende“, so Lauterbach. „Dabei haben wir noch Holz vom November herumliegen.“