merken

Paradies für Wasserpfeifen-Raucher

In der Annengasse hat die Alpha Lounge Bar neu eröffnet. Ihre Chefs haben hohe Ansprüche.

© nikolaischmidt.de

Von Ingo Kramer

Die Räume sind kaum mehr wiederzuerkennen. Früher war hier das „Blues“, später die „Orangerie“, seither fünf Jahre Leerstand. Doch seit einem Monat ist das Lokal in der Annengasse wieder geöffnet – mit einer umgebauten Bar, einer Einrichtung in schwarz, weiß, grau und silber und einem großen Bildschirm in jedem der vier Räume, auf denen die ganze Zeit Videos laufen. „Oft wissen die Leute nicht mehr, worüber sie reden sollen und dann geben die Videos den Anstoß für neue Gespräche“, erklärt Kevin Schönfelder die Idee dahinter.

Anzeige
Internet für noch mehr Görlitzer
Internet für noch mehr Görlitzer

Pünktlich zum Start in die Schlecht-Wetter-Saison, bietet die SWG AG den Görlitzern und Umland-Bewohnern jetzt flächendeckenderes Internet an.

Der 21-Jährige ist neben Marcel Niemann (27) einer der beiden Geschäftsführer der Alpha Lounge Bar. Die setzt vor allem auf Shishas, also Wasserpfeifen, und auf Cocktails. Die beiden Chefs sind selbst leidenschaftliche Shisha-Raucher. Weil ihnen der passende Ort dafür bisher in Görlitz gefehlt hat, haben sie ihn jetzt selbst eröffnet. Klar, in der Nikolaistraße gibt es das Café Oriental. „Doch wir wollten etwas anderes, ein luxuriöseres Ambiente, einfach jünger, moderner und nicht die klassisch indische Art“, sagt Marcel Niemann.

Er stammt aus Timmendorfer Strand nahe Lübeck, sein Kompagnon aus Altcunnewitz bei Weißenberg. In die Region gekommen sind sie zur Ausbildung: Marcel Niemann hat in Görlitz Dachdecker gelernt, Kevin Schönfelder in Herrnhut Altenpfleger. Kennengelernt haben sich die beiden bei einer privaten Geburtstagsfeier vor einem Dreivierteljahr. Schon bald stand fest, dass sie gemeinsam etwas Neues starten wollen. Das leerstehende Lokal in der Annengasse war das erste und einzige, das sie besichtigt haben. „Uns war sofort klar: Der Laden ist es“, sagt Marcel Niemann.

In nur fünf Wochen haben sie ihn mit sechs Bekannten komplett hergerichtet – und anschließend alle sechs eingestellt, zwei fest und die anderen vier als Minijobber. Parallel haben sie sehr hochwertige Wasserpfeifen und den passenden Tabak eingekauft – vor allem aus den USA. Auch bei den Getränken machen sie keine Kompromisse. „Wir haben nur Sachen reingenommen, die unseren Qualitätsansprüchen genügen“, sagt Kevin Schönfelder und verweist vor allem auf den Wodka.

Bei den vorwiegend jungen Gästen komme das Konzept gut an, sagen die beiden. Gleich am ersten Abend seien 150 bis 200 Gäste da gewesen und schon am zweiten Wochenende hätten sie Gäste wegschicken müssen, weil die Bar einfach voll war. Nur unter der Woche kommen bisher noch nicht so viele Leute. Um das zu ändern, soll es ab Februar von Dienstag bis Donnerstag besondere Wochentags-Angebote geben.