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Paralympics-Siegerin bestohlen

Handbikerin Christiane Reppe wird in Berlin ihr Rio-Gold entwendet. Die 29-Jährige lobt nun einen Finderlohn aus.

© Matthias Rietschel

Von Alexander Hiller

Das ist bitter. Paralympics-Siegerin Christiane Reppe aus Dresden beklagt nach dem größten sportlichen Erfolg ihrer Karriere den Verlust ihrer Goldmedaille von Rio. Die Plakette ist ihr – so vermutet es die 29-Jährige selbst – während ihres Auftritts beim Berlin-Marathon vor Wochenfrist gestohlen worden. „Ich bin davon überzeugt, das muss bei der Pressekonferenz am Freitag im Vorfeld des Wettbewerbs im Intercontinental Hotel passiert sein“, erklärt Reppe der Sächsischen Zeitung. Das hat sie auch bei ihrer folgenden Anzeige der Polizei so berichtet.

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Die Handbikerin hatte ihre Paralympics-Medaille in ihrer Tasche mit sich geführt, die sie eigentlich die ganze Pressekonferenz über auf dem Schoß trug. „Ich wurde nur für ein Interview für zehn bis 15 Minuten auf die Bühne gebeten und habe die Tasche einer Bekannten übergeben. Da weiß ich aber nicht genau, wie und wo sie die abgestellt hat“, sagte Reppe. In diesem Zeitraum muss die Medaille aus der Tasche gestohlen worden sein.

Die Dresdnerin wendet sich deshalb neben den normalen polizeilichen Ermittlungen auch an die Öffentlichkeit, bittet um Mithilfe, wendet sich an eventuelle Zeugen, einen Finder oder gar den Täter oder die Täterin selbst. „Ich setze einen Finderlohn von 500 Euro aus“, sagt Reppe. Das entspricht auch den Schätzungen über den finanziellen Wert der Rio-Medaillen. Der ideele Wert dürfte um einiges höher liegen. Für die Paralympics-Siegerin in jedem Fall. Zumal die Plakette eindeutig nur ihr zuzuordnen ist. „Auf der Medaille ist das Event eingraviert – also das Straßenrennen der Handbiker in den Schadensklasse H1 bis H 4“, sagt sie. Hinweise über den Verbleib der Medaille nimmt auch die Sächsische Zeitung entgegen.