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Dresden

Parkeisenbahn will Kinder besser schützen

Bei der Parkeisenbahn war 2016 der sexuelle Missbrauch eines Jungen publik geworden war. Knapp drei Jahr später handeln die Miniaturbahner endlich.

© imago/ZUMA Press (Archiv)

Dresden. Knapp drei Jahre nach Bekanntwerden eines Falls von sexuellem Missbrauch hat die Dresdner Parkeisenbahn ein Schutzkonzept für Kinder und Jugendliche vorgelegt. Teile des Konzepts seien bereits in die tägliche Arbeit eingeflossen, teilte der Staatsbetrieb Schlösserland am Donnerstag mit.

An der Erarbeitung waren ihm zufolge 16 Mitglieder beteiligt, darunter Elternvertreter, Kinder- und Jugendschutzbeauftragte des Fördervereins sowie der Leiter der Parkeisenbahn. Unter anderem sieht das Papier einen Kinder- und Jugendrat vor, zudem werden Sozialpädagogen künftig enger eingebunden. Handlungsleitfäden sollen es Mitarbeitern erleichtern, im Verdachtsfall schnell zu handeln.

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Das Konzept sieht zudem Regeln für die Überprüfung von Mitarbeitern vor. Konkrete Angaben dazu wurden nicht gemacht. Weiterhin setzt der Verein auf ein transparentes Beschwerdemanagement, das den Angaben zufolge bereits im April 2017 ins Leben gerufen wurde.

Die Parkeisenbahn war 2016 in die Schlagzeilen geraten, nachdem der sexuelle Missbrauch eines Jungen publik geworden war. Der Förderverein Parkeisenbahn und das Schlösserland kündigten daraufhin ein Kinderschutzkonzept an. Im Zusammenhang mit den Vorwürfen trennte sich Schlösserland von drei Mitarbeitern, darunter dem 38 Jahre alten Tatverdächtigen, der sich umbrachte. (dpa)