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Dresden

Parkeisenbahn wird erst in Jahren länger

Dynamo Dresden muss den Großen Garten auch verlassen, weil eine neue Gleisschleife geplant ist. Doch der Eigentümer setzt nun andere Prioritäten.

Wenn Dynamos Kicker den Großen Garten verlassen, könnte die Parkeisenbahn eine größere Runde drehen. © Sven Ellger

Schon Ende des Jahres könnte Zweitligist Dynamo Dresden die ersten Trainingseinheiten im Ostragehege abhalten. Diese Hoffnung hatte Sportdirektor Ralf Minge bei der Grundsteinlegung für das neue Trainingszentrum vor einigen Wochen geäußert. Ob nun Ende 2019 oder Anfang nächsten Jahres – die Zeit auf dem Trainingsplatz im Großen Garten neigt sich dem Ende. Vor einigen Jahren hatte der Eigentümer, die Staatlichen Schlösser und Gärten, den Verein ein wenig gedrängt, sich endlich nach einem anderen Trainingsgelände umzuschauen. Denn die Fläche werde selbst gebraucht. Der Plan: Die Parkeisenbahn soll mit einer zusätzlichen Gleisschleife erweitert werden. Auch ein weiterer Bahnhof gehört zu den Ideen.

Doch obwohl der Auszug von Dynamo Dresden nun in greifbare Nähe gerückt ist, gibt es noch kein ausformuliertes Konzept, wie Schlösserland-Sprecher Uli Kretzschmar auf SZ-Anfrage erklärt. „Wir werden die Pläne erst konkretisieren, wenn Dynamo auch wirklich den Platz geräumt hat“, sagt er. Das bedeutet dann aber, dass mit einem ausformulierten Konzept, Planungen, Genehmigungen und Bauarbeiten noch Jahre vergehen, bis aus dem lange gehegten Plan Realität wird.

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Aber wieso dann vorher dieser Druck? „Mittlerweile haben sich die Prioritäten zugunsten der Großprojekte verschoben“, sagt Kretzschmar und verweist auf die Festung Dresden und den Zwinger. Und bevor auf dem jetzigen Trainingsgelände überhaupt etwas passiert, müsse der Zweitligist die Fläche ohnehin noch beräumen.

Im Jahr 2014 hatte Dynamo noch einen sechsstelligen Betrag investiert, um aus der buckeligen Wiese einen ansprechenden Trainingsplatz zu machen. In diesem Zuge waren auch eine Entwässerung, eine Bewässerungsanlage und Abflussleitungen für überschüssiges Wasser eingebaut worden. Der Standard des neuen Trainingszentrums im Ostragehege soll bei weitem höher sein. So wird es dort zwei Naturrasenfelder geben, von denen eines mit einer Rasenheizung versehen sein wird. Das gewährleistet dann auch ein professionelles Training in den Wintermonaten. Außerdem ist noch ein kleiner Naturrasen sowie ein großes Kunstrasenfeld geplant.

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Weil die Parkeisenbahn vorerst nicht verlängert wird, könnte die Fläche im Großen Garten anders genutzt werden. Bedarf gibt es allemal.

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