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Parken ohne Bargeld an 450 Automaten

In ganz Dresden ist jetzt das E-Parken möglich. Ein paar Voraussetzungen müssen Autofahrer dennoch erfüllen.

In Dresden gibt es jetzt eine Handypark-App. Sven Lehmann vom Ordnungsamt kontrolliert die parkenden Autos.
In Dresden gibt es jetzt eine Handypark-App. Sven Lehmann vom Ordnungsamt kontrolliert die parkenden Autos. © Sven Ellger

Für Sven Lehmann und seine Kollegen im Ordnungsamt nimmt die Arbeit zu, für die Autofahrer soll es dagegen einfacher werden. Niemand soll mehr im Portemonnaie nach Kleingeld suchen müssen, Parkscheine können in Dresden ab sofort bequem vom warmen Auto aus geordert werden. Per Handy, ohne Zusatzkosten und sekundenschnell, verspricht die Stadt. Wenig müssen die Autofahrer dafür wissen: das eigene Kennzeichen, wie lange sie parken wollen und wo sie sich gerade befinden.

E-Parken nennt die Stadt dieses Angebot, an allen 450 Parkscheinautomaten kleben dafür jetzt gelbe Hinweise mit der dafür nötigen Internetadresse und der Automatennummer. Das reicht, um das Parkticket zu kaufen. Die Automatennummer reicht als Standortangabe, via Internet wird das Ticket gekauft und per Mail kommt die Bestätigung aus dem Rathaus. Wer es noch einfacher möchte, kann mit seinem Telefon einen Code einlesen und wird so auf die richtige Website geführt.

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Das Angebot hat die Stadt selbst entwickelt, deshalb kostet es keine Zusatzgebühren. Nur die Parkgebühr ist zu bezahlen und das geht von jedem beliebigen Ort aus. Wichtig für den Fall, dass die einmal gebuchte Zeitspanne nicht ausreicht.

Nur die Anmeldung beim System sollte man vielleicht schon vorher erledigen, rät Reinhard Koettnitz, der Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes. Er führte den Ticketkauf am Freitag vor. „Nur eine E-Mail-Adresse muss man haben“, sagt Koettnitz. Dorthin sendet die Stadt die Bestätigung für den Kauf des virtuellen Parkscheins, den man via Kreditkarte oder über ein Kaufsystem im Internet bezahlen kann.

Sven Lehmann erkennt den virtuellen Parkschein daran, dass in einem Auto kein herkömmliches Parkticket liegt. Via Mobiltelefon muss er dann die Fahrzeugnummer prüfen. Von einem Computer wird ihm dann mitgeteilt, dass ein Parkschein gelöst wurde und bis wann er gilt. „Das ist für uns mehr Aufwand“, sagt der Mitarbeiter aus dem Ordnungsamt, etwa 15 Sekunden Zeit kostet das pro Fahrzeug. Trotzdem kostet das E-Parken nicht mehr als ein Papierparkschein. Das sei eben die neue Zeit, begründete Koettnitz diese Großzügigkeit. Er denkt, dass künftig weitere Verwaltungsdienste via Handy abgerufen werden könnten. Dazu könnte die Anmeldung für die Nutzung öffentlicher Flächen gehören.