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Bauen und Wohnen

Parkett – So bleibt Ihr Boden frei von Kratzern

Kaum ein Fußbodenbelag ist so beliebt wie das Parkett.

© welzevoul/Adobe Stock

Edler und beständiger als Laminat, wohnlicher als kalter Steinboden, aber leichter zu reinigen als Teppich – Holzboden ist ein echter Allrounder. Als Naturmaterial benötigt Parkett jedoch ganz besondere Pflege. Wird hier alles richtig gemacht, ist der Belag über lange Zeit beständig und übersteht auch mehrere Renovierungen. Die korrekte Pflege und kleine Reparaturen lassen sich dabei ganz einfach selbst durchführen.

Kratzer vermeiden

Damit es gar nicht erst zu Schäden im Parkett kommt, ist nicht nur eine exzellente Versiegelung essenziell. An den Füßen schwerer Möbel empfiehlt es sich, schützende Sticker aus Vlies anzubringen. Alternativ gibt es auch spezielle Filzknöpfe, die nicht geklebt, sondern ins Holz geschraubt werden. Unter Bürostühle und andere rollbare Möbelstücke sollte eine Bodenschutzmatte gelegt werden, um den Boden zu schützen. Ein Teppich hat den gleichen Effekt – dann lässt sich aber gegebenenfalls nicht mehr so gut rollen. Bei der Anschaffung eines neuen Stuhls sollte man sich die Rollen zudem genau ansehen: Hartplastik verkratzt eher als weiche Rollen.

Kratzer beseitigen

Kommt es doch zu oberflächlichen Schäden, sind diese im Parkett vergleichsweise simpel zu beseitigen. Oft lässt sich der Fehler einfach abschleifen. Dafür muss das Parkett allerdings dick genug sein – bei jedem Schleifen wird mindestens ein halber Millimeter Holzschicht abgetragen. Je dicker das Parkett ist, desto öfter lässt sich der Bodenbelag auf diese Weise reparieren. Versiegeltes Parkett muss nach dem Abschleifen zudem nachversiegelt werden – das sollte am besten der Fachmann erledigen. Alternativ lassen sich Kratzer und Löcher mit Hartwachs auffüllen. Dafür sind im Baumarkt Sets erhältlich. Diese Methode funktioniert bei jeder Art von Holzboden und auch bei Laminat.

Sind die Schäden nur fein und oberflächlich, lassen sich diese häufig mit für das Holz geeigneter Möbelpolitur wegpolieren. Kleine Kratzer in hellen Hölzern verschwinden, wenn man einen Walnusskern in kreisenden Bewegungen darüber reibt.

Dellen lassen sich leicht entfernen

Dellen im Holz, wie sie beispielsweise durch schwere Möbel entstehen, lassen sich mithilfe eines Bügeleisens entfernen: einfach ein feuchtes Tuch zwischen Holz und Bügeleisen legen. Dadurch quellt das Holz auf und die Holzfasern füllen die Delle wieder. Gegebenenfalls muss dieser Vorgang einige Male wiederholt werden. Diese Methode funktioniert besser bei unversiegeltem Holz, da dieses eher Flüssigkeit aufnehmen kann.

Was tun bei matten Stellen im Parkett?

Oft besteht der Schaden im Parkett jedoch nicht in einem einzelnen Kratzer, sondern in Arealen, die durch Abrieb ihren Glanz verloren haben. Solche stumpfen Stellen können mit sehr feinem Schleifpapier poliert werden. Da auch Zahnpasta Schleifmittel enthält, zeigt sich oft ein ähnlicher Effekt, wenn man mit Wasser verdünnte Zahnpasta mit einem Mikrofasertuch auf der matten Stelle verreibt. Handelt es sich beim Bodenbelag um versiegeltes Parkett, muss im Nachhinein erneut Lack aufgetragen werden, unversiegeltes Holz sollte nachgeölt und gewachst werden.

Pflege von versiegeltem und unversiegeltem Holz

Wie häufig Parkett gereinigt werden muss, hängt stark davon ab, ob das Parkett versiegelt oder unversiegelt ist. Unversiegeltes Parkett ist etwas pflegeleichter, neben dem regelmäßigen Staubsaugen und Feuchtwischen empfiehlt es sich, regelmäßig ein spezielles Lackpflegemittel einzusetzen. Unversiegeltes Parkett hingegen läuft Gefahr, aufzuquellen, wenn es feucht gereinigt wird. Zudem muss diese Art von Bodenbelag regelmäßig gewachst und mindestens zweimal im Jahr mit Pflegeöl behandelt werden.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin Karin Knappe.