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Dresden

Parkgebühren sollen steigen

Die Stadt plant eine neue Preisrunde. Längst steht fest, was die Stunde künftig im Stadtzentrum kostet.

Das Dresdner Rathaus will mehr Geld mit den Parkautomaten einnehmen.
Das Dresdner Rathaus will mehr Geld mit den Parkautomaten einnehmen. © Archiv/Sven Ellger

Im Gespräch mit Schülern hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) vor wenigen Tagen angedeutet, dass es eine Erhöhung der Parkgebühren geben wird. Noch fehlen dazu aber konkrete Angaben. Dabei hat die Stadt die Pläne dazu schon mehr als zwei Jahre in der Schublade liegen. Geplant war, dass in der Tarifzone 1 im Zentrum die Parkgebühr von 1,50 auf zwei Euro pro Stunde steigt und der Tagestarif von sechs auf acht Euro. In der Zone 2 und der Äußeren Neustadt war eine Erhöhung von 50 Cent auf einen Euro stündlich vorgesehen und ein Anstieg des Tagestarifs von drei auf vier Euro. Dies hatte der OB bereits im Februar 2017 im SZ-Gespräch angekündigt.

Doch Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) hatte 2018 gesagt, dass die Parkgebühren unter Berücksichtigung der inzwischen gestiegenen Tarife im öffentlichen Nahverkehr angepasst werden sollen. Zudem sollte mit den neuen Parkgebühren auch eine Regelung entstehen, um Elektromobilität zu fördern. Wie weit dies gediehen ist, ist unklar.

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Durch zunehmende Lockerungen dürfen immer mehr Geschäfte und nun auch wieder Restaurants öffnen. Die Maskenpflicht bleibt jedoch bestehen.

Erwartungsgemäß ist man bei der FDP über die Pläne für höhere Parkgebühren nicht erfreut. „Die meisten Dresdner fahren Auto. Und unter denen gibt es auch Leute, die nicht so viel Geld haben. Wenn wir jetzt über ein 365-Euro-Ticket für den Nahverkehr reden, sollten wir Gleiches auch für besondere Parkplätze in Betracht ziehen“, sagt Holger Zastrow, Chef der Stadtratsfraktion. Er denkt dabei vor allem an ältere Menschen, die ohne das Auto nicht mehr mobil sind und die Wege bis zur Haltestelle nicht mehr bewältigen. „Außerdem geht Dresden mit den Park&Ride-Plätzen äußerst schlecht um, in Bühlau ist immer noch kein Ersatz geschaffen, obwohl dort große Nachfrage herrscht“, kritisiert der FDP-Politiker.

8,1 Millionen Euro hat die Stadtverwaltung 2018 an Parkgebühren eingenommen. Selbstgestecktes Ziel des Stadtrates sind 11,2 Millionen Euro pro Jahr. Wie günstig Dresdner Parktickets sind, sieht man im Vergleich zu Hamburg. In der dortigen Elbphilharmonie beginnen die Preise für eine Stunde bei fünf Euro, für einen Tag sind mindestens 50 Euro zu zahlen. Das ist natürlich auch die Top-Adresse, selbst unter den Parkhäusern.