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Parkplätze am Blauen Wunder sollen wegfallen

Linke, Grüne und SPD wollen damit den Blasewitzer Unfallschwerpunkt entschärfen.

© Sven Ellger

Nach drei Jahren und zahlreichen Umwelt- verträglichkeitsprüfungen will die Stadtratsmehrheit von Linken, SPD und Grünen jetzt den beschlossenen Bau von Parkplätzen beidseits der Elbe am Blauen Wunder kippen. Für sie gebe es keinen Bedarf, sagt Thomas Löser von den Grünen. Denn sowohl in der Schillergalerie auf Blasewitzer Seite, als auch auf dem Parkplatz Fidelio-F.-Finke-Straße auf Loschwitzer Seite stünden meist genügend freie Plätze zur Verfügung. „Das sehen die Gastronomen dort anders, das wissen wir. Aber es besteht definitiv kein Parkdruck.“

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In Blasewitz müsse dringend die Unfallgefahrenstelle am Elberadweg entschärft werden. Deshalb wurde zusätzlich die Verlegung des Radweges in Richtung Flussufer vorgeschlagen. Die SPD habe jedoch nicht zugestimmt, sämtliche Parkplätze auf Blasewitzer Seite abzuschaffen, sagt SPD-Geschäftsführer Thomas Blümel. Die Stadt müsse jetzt untersuchen, wie viele dringend erforderlich sind. Vor allem die Händler des Wochenmarktes sollten weiterhin ihre Fahrzeuge dort abstellen können.

Völlig überflüssig sei der Neubau eines Parkplatzes auf Loschwitzer Seite, so Tilo Wirtz von den Linken. Beide Plätze liegen im Landschaftsschutzgebiet sowie teilweise im Flora-Fauna-Habitat und Vogelschutzgebiet. Die Verwaltung hatte bereits beim Beschluss 2013 darauf hingewiesen, dass der Bau sehr schwierig werden würde. „In Loschwitz sollte jedoch der ursprüngliche Plan, den Parkplatz auf der Finke-Straße zu erweitern, wieder aufgegriffen werden“, sagt Thomas Löser.

Die FDP kritisiert, dass die Parkplätze wegfallen sollen. „Seit Jahrzehnten wird die Fläche unterhalb des Schillergartens sowie am Körnerplatz als Parkfläche genutzt. Wir haben wir in den letzten Jahren immer darum gekämpft, dass die Parkfläche offiziell als Parkplatz ausgeschrieben und bewirtschaftet wird“ so FDP-Stadtrat Jens Genschmar. „Der Bedarf rund um das Blaue Wunder ist eindeutig gegeben. Daher fordern wir auch künftig den Erhalt der Parkplätze.“ (SZ/kh)