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Parkplätze in Baulücke geplant

Ein Privatmann will an der Mittelgasse Stellflächen im Hof schaffen. Ein öffentlicher Parkplatz fällt ersatzlos weg.

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© Dietmar Thomas

Roßwein. Ziemlich lange haben sich die Mitglieder des Technischen Ausschusses während ihrer zurückliegenden Tagung mit einem Vorhaben an der Mittelgasse beschäftigt. Ein Privatmann plant, nach dem Kauf von Grundstücken 14 Stellflächen dort einzurichten, wo jetzt nach dem Abriss eines Hauses eine freie Fläche entstanden ist. Zurzeit ist die Zufahrt dazu und auch der Blick auf das Gelände mit einer Art Zaun versperrt. Die neuen, dann privaten Stellflächen befinden sich auf dem Grundstück neben der ehemaligen Gaststätte „Altenburg“.

Zunächst hatte die Verwaltung vorgeschlagen, dass der Bauherr zwei öffentliche Parkplätze für den einen ausweisen muss, der wegen der Zufahrt zum Gelände an der Mittelstraße entfällt. Dort gibt es im Moment wenig Parkplätze, Anwohner haben es manchmal schwer, ihr Auto in der Nähe abzustellen. Das könnte sich mit den 14 Stellflächen ändern, die der Bauherr jetzt schaffen will. „Dann gibt es auch wieder mehr Platz direkt an der Straße“, sagte Hans-Jürgen Schibiak (CDU).

Auflagen bleiben dem Interessenten erspart

Das ist für ihn ein Grund, weshalb die Kommune auf die Bedingung verzichten sollte, öffentliche Stellflächen als Ausgleich zu verlangen. Außerdem spreche dagegen, dass kaum für die Sicherheit der Fahrzeuge auf dem Privatgrundstück gesorgt werden könne. „Wer bezahlt, wenn zum Beispiel etwas von dem ruinösen Haus auf der einen Seite auf ein Auto fällt, das auf dem öffentlichen Platz steht“, wollte Silvia Meißner wissen, die als berufene Bürgerin im Ausschuss mitarbeitet. Auch der Winterdienst müsste dann geklärt werden und andere mehr. „Ich glaube, der Ärger wäre programmiert“, sagte Schibiak. Wegen der Vielzahl von Bedenken bleiben dem Interessenten die Auflagen, öffentliche Stellflächen einzurichten, erspart.

Die Mitglieder des Ausschusses stimmten dem Ansinnen grundsätzlich zu, dass in der Baulücke an der Mittelgasse Parkplätze entstehen. Wie an anderer Stelle auch, wird von den Bauherren gefordert, dass das Absenken des Bordsteines eine Firma mit Fachkenntnis ausführt. Darüber hinaus muss das Gelände mit einer kleinen Mauer, wie beim neuen Parkplatz am Schuldurchgang passiert, abgetrennt werden. Der öffentliche Parkplatz, der sich jetzt noch an der zukünftigen Hofeinfahrt befindet, fällt ersatzlos weg. „Eine Parkplatzablöse in Form von Geld gibt es nicht mehr. Die haben wir in Roßwein abgeschafft“, so der Bürgermeister. (DA/sig)