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Parkplatz für Schloss Burgk wird gebraucht

Anwohner kritisieren den Bau der Stellfläche. Im Rathaus sieht man keine Alternativen.

© Symbolbild/Thorsten Eckert

Von Annett Heyse

Freital. Nachdem vergangene Woche bekannt geworden war, dass die Stadt Freital auf einer Wiese nahe dem Kreisverkehr Burgker Straße den Bau eines Parkplatzes beabsichtigt, gab es Kritik von Anwohnern. Sie befürchten mehr Verkehr und Abgase in der Nähe ihrer Häuser. Auch können sie nicht nachvollziehen, warum 800 000 Euro für einen neuen Parkplatz ausgegeben werden, obwohl es an der Weißeritz einen großen Parkplatz gibt. Es wurde auch spekuliert, dass der neue Parkplatz mit der Wiederbelebung des ehemaligen Real-Marktes in Zusammenhang stehen könnte.

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Die Stadt weist diesen Vorwurf zurück. Die Baupläne für den Parkplatz seien viel älter als die aktuellen Entwicklungen am ehemaligen Real, heißt es aus dem Rathaus. „Allerdings fallen mit der Wiederbelebung der Immobilie bislang quasi wild genutzte Stellplätze weg, und der Bedarf wird insgesamt höher“, sagt Freitals Pressesprecher Matthias Weigel. Jahrelang nutzten Besucher von Veranstaltungen auf Schloss Burgk das ehemalige Supermarkt-Gelände, um dort zu parken – vor allem zum Weihnachtsmarkt oder während des Osterspectaculums. Die Stadt beabsichtige daher schon länger, die offizielle Parksituation in Schlossnähe zu verbessern.

Vorgesehen ist nun, einen Parkplatz mit etwas mehr als hundert Stellplätzen für Pkw und sechs für Busse auf der Wiese an der Ecke Burgker Straße/Altburgk neben dem Schachtturm zu bauen. Im Haushaltsplan sind rund 810 000 Euro dafür eingeplant. 650 000 Euro sollen über Fördermittel finanziert werden. Weil die Wiese bisher nicht für einen Parkplatz vorgesehen war, muss der Stadtrat einer Änderung des Bebauungsplans zustimmen. Dann kann die Stadt die Fördermittel beantragen. 2019 soll Baubeginn sein.

Was aus dem einstigen Real Markt wird, bleibt weiter unklar. Die Stadt verweist darauf, dass der Investor um Stillschweigen gebeten habe und zu einem geeigneten Zeitpunkt selbst an die Öffentlichkeit treten wolle. Weigel: „Die Entscheidung, wann der Investor die breite Öffentlichkeit sucht, ist allein die seinige.“

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