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Arbeit und Bildung

Parkplatzsuche leichtgemacht

Mit dem Auto zur Arbeit, die einfachste Lösung für viele Bundesbürger. Kehrseite dieser Mobilität ist die ewige Parkplatzsuche.

© Bildautor: Florian Pircher

Diese beginnt bereits am frühen Morgen, wenn man ohnehin mit dem Kopf beim nächsten Meeting oder der anstehenden Arbeit ist.

Wer viel mit dem dem firmeneigenen Fahrzeug unterwegs ist, kann davon ein Lied singen. Abends geht es wieder nach Hause, was erneut mit der großen Herausforderung verbunden ist, einen Parkplatz vor der Haustür zu finden. Noch schlimmer wird es, wenn es mit dem Flugzeug in den sonnigen Süden geht. Ein praktischer Parkplatzvergleich / Parkscanner schafft jedoch Abhilfe, sodass man zumindest rund um die Urlaubsreise jegliche Sorge um einen geeigneten Stellplatz abhaken kann. 

Lebenszeit zu verschenken?

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Suche nach einem Parkplatz 40 Stunden Lebenszeit jährlich kostet, abgesehen vom Benzinverbrauch. Trotz der kontinuierlichen Ausbauaktivitäten für den öffentlichen Nahverkehr und dem deutlich verminderten kostenlosen Stellplatz innerhalb der deutschen Innenstädte setzen weiterhin viele auf das Auto. Es spart ja angeblich Zeit, vermutlich ist es eher der gewohnte Luxus der individuellen Mobilität.

In vielen Parkgaragen und manchen Flughäfen gibt es einfache Sensortechniken, die einen freien Parkplatz mit einem grün leuchtenden Lämpchen anzeigen. So ist man nicht gezwungen, Garagen Etage für Etage abzufahren auf der Suche nach einem Parkplatz. Mit Hilfe von Apps möchte man in verschiedenen deutschen Großstädten dem ewigen Kampf endlich entgegentreten.

Um die Parkplatzsuche zu erleichtern, gibt es unterhaltsame Angebote wie zum Beispiel ein Abonnement für mehr Quiz Shuttle Folgen, in der man mit etwas Glück bis zu 10.000 Euro gewinnen kann. Für Zuseher wirken die Fragen oftmals leicht, aber inmitten der Shuttle-Fahrt mit Quizfragen bombardiert zu werden, ist nicht ohne. Spannung ist garantiert. Mitraten Pflicht. Am besten, gleich den Kanal abonnieren und selbst mal ein Shuttle buchen, um Fortuna herauszufordern. Getreu dem Motto „Let`s quiz and shuttle“ geht es quer durch die Stadt. 

Hightech für raschere Parkplatzerfolge

Das eigene Auto wird mittels Ultraschallsensoren, mit denen jeder dritte Neuwagen ausgestattet wird, zu einer Parkplatzsuchmaschine. Die Ultraschallsensoren suchen während der Fahrt nach Parklücken. Allerdings gelingt es nicht jeder App, potenzielle Stellplätze von einem Behindertenparkplatz, einer Einfahrt oder Bushaltestelle zu unterscheiden.

Allerdings verschiebt sich das Problem lediglich. Wer mittels App fündig wird, erhöht für den Nächsten die Suche um wertvolle Minuten Lebenszeit. So manch einer denkt darüber nach, wie er dieses Problem in den Griff bekommt. Zwischendurch mal mit der Bahn in die Arbeit? Gemütlich frühstücken und Zeitung lesen während der Fahrt? 

Stress pur

Vielfach unterschätzt wird ein weiterer Faktor, nämlich der Stress. Mehr als die Hälfte der Autofahrer fühlt sich bereits nach mehr als zehn Minuten Parkplatzsuche deutlich gestresst. Damit steigt die Gefahr für einen Verkehrsunfall. Insbesondere Frauen zeigen laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts VouGov deutlich raschere Stressanzeichen wie Männer.

Ist endlich mal ein Parkplatz gefunden, geht die Suche nach Münzen los. Nicht jeder Automat ist gleich. Die laufenden Änderungen bei Parkverboten erhöhen die Unsicherheit, ob der gefundene Parkplatz tatsächlich regulär ist oder ob man angesichts der Erleichterung ein mögliches Parkverbot übersehen hat. Am Flughafen sind die Automaten oftmals handlicher und leichter zu bedienen. Im Vorfeld den Parkplatz zu buchen und das Auto unkompliziert abzustellen, erweist sich spätestens nach der Rückkehr einer entspannten Urlaubsreise als sinnvolle Investition. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin H.-K. Schulz.