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Pause für Großbaustelle

Der Straßen- und Abwasserbau in Nauwalde bleibt vorläufig gestoppt, weil es Probleme mit dem Grundwasser gibt.

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© Symbolfoto/dpa

Gröditz. Seit Wochen tut sich so gut wie nichts auf der größten städtischen Baustelle. Denn beim Straßen- und Abwasserbau in Nauwalde liegen der Bauherr und die Baufirma über Kreuz. Es gebe verschiedene Auffassungen in Sachen Grundwasserabsenkung, informierte Bürgermeister Jochen Reinicke (parteilos) am Dienstag im Hauptausschuss. Momentan liefen Versuche, das Grundwasser per Vakuum-Anlage etwa 30 Zentimeter weiter abzusenken. Sollten die Tests erfolglos bleiben, müsse über eine andere Technologie nachgedacht werden.

Deren Einsatz könnte das Bauvorhaben verteuern – um bis zu 100 000 Euro. Das wolle die Stadt vermeiden, erklärte der Bürgermeister. Denn: „Irgendwann werden die Kosten auf die Anlieger umgelegt und Gebühren und Beiträge erhoben.“

Der Gröditzer Stadtchef rechnet damit, dass die technischen Versuche noch mindestens eine Woche andauern werden. „Ich denke, in 14 Tagen geht es weiter mit dem Bau“, so Jochen Reinicke. Daran, dass der erste Teilabschnitt des Vorhabens noch in diesem Jahr fertiggestellt wird, solle die momentane Baupause nichts ändern. Das Gesamtvorhaben soll Ende 2017 fertiggestellt werden. (ewe)