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Dresden

Polizei stoppt Pegida-Protest wegen Corona

Die "Patriotischen Europäer" durften am Montagabend demonstrieren. Trotz Corona waren sie nicht allein auf dem Dresdner Neumarkt.

Die Pegida-Gegner, die dieses Spruchband halten, haben gegen die Corona-Regeln verstoßen, so die Polizei
Die Pegida-Gegner, die dieses Spruchband halten, haben gegen die Corona-Regeln verstoßen, so die Polizei © Christoph Springer

Dresden. 15 Demonstranten, 250 Polizisten: So war das Verhältnis am Montagabend, als Pegida zum ersten Mal in der Corona-Zeit wieder auf die Straße gegangen ist. Die selbsternannten "Patriotischen Europäer" hatten zuvor von der Stadt eine Kundgebung mit 80 Personen und strengen Hygieneauflagen genehmigt bekommen. Im Verlauf des Montags reduzierte die Stadt die Teilnehmerzahl und orientierte sich dabei an Zahlen aus Chemnitz. Dort durften nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts ebenfalls maximal 15 Teilnehmer an einer Demo der rechtsextremistischen Initiative Pro Chemnitz teilnehmen.

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Die Polizei überwachte auf dem Neumarkt die Einhaltung der Auflagen. Dabei hatten die Beamten nicht nur Zaungäste im Blick, die offiziell nicht bei der Pegida-Demo dabei sein durften, sich aber durch Beifall nach den Reden als Anhänger der Organisation zu erkennen gaben. Die Beamten überwachten auch Gegendemonstranten, die sich zum Teil zwischen der Frauenkirche und dem Kundgebungsplatz von Pegida niedergelassen hatten. 

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Fünf Gegner der Organisation zeigten eine Spontanversammlung an. Wenigstens 40 Gegendemonstranten blieben auch dann noch auf dem Neumarkt, als Pegida wieder eingepackt hatte. Die Polizei sprach einige davon an, um sie nach eigenen Angaben an die Einhaltung des Mindestabstands hinzuweisen.

Drei Gegendemonstranten entrollten ein Spruchband mit der Aufschrift "Solidarität statt Ausgrenzung". Polizeisprecher Thomas Geithner: "Sie hatten außerhalb einer Versammlung an der Frauenkirche ein Plakat hochgehalten und auf das Ansprechen der Einsatzkräfte nicht reagiert". Die Polizei wirft dem Trio einen Verstoß gegen die Corona-Regeln vor. (SZ/csp)

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