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Pegida demonstriert auch Ostern

Am Ostermontagabend versammelten sich Unterstützer des rechtspopulistischen Bündnisses zum „Osterspaziergang“ in der Innenstadt.

© Screenshot aus Live-Video: szo

Dresden. In Dresden hat es auch zu Ostern eine Versammlung des rechtspopulistischen und asylfeindlichen Bündnisses Pegida gegeben. Der sogenannte Osterspaziergang am Montagnachmittag war Teil des von Pegida ausgerufenen „Patriotischen Dresdner Frühlings“.

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Dieses Mal trafen sich die Kundgebungsteilnehmer um 16 Uhr auf dem Altmarkt. Nach seiner Abwesenheit beim 100. „Abendspaziergang“ vergangenen Montag sprach zu Beginn der Veranstaltung wieder Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann. Passend zum Osterfest forderte er seine Anhänger wegen Kritik eines Bischofs an Asylkritikern zum Austritt aus der Kirche auf. Seine Schlusswort-Durchhalteparole: „Wir bleiben bis wir siegen.“

Um 16.40 Uhr begaben sich die Demonstranten auf ihren „Osterspaziergang“ durch das Stadtzentrum, für den wegen des Feiertages ausnahmsweise zum Verzicht auf Parolen aufgerufen wurde. Dadurch kam es wie gewohnt zu Beeinträchtigungen des Verkehrs.

Kurz nach 17 Uhr waren die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ wieder auf dem Altmarkt versammelt. Unter den weiteren Redebeiträgen war auch der von Renate Sandvoß vom Portal „Journalistenwatch“, die nicht das erste Mal bei Pegida auf der Bühne stand. Die freie Journalistin ließ bei der Rede vor ihrer „Gesinnungsfamilie“ diesmal die „Main-Stream-Medien“ nahezu in Ruhe, arbeitete sich stattdessen an den Auswirkungen des „menschenverachtenden Islam“ und der Gefahr ab, sich an dessen Gewaltattacken zu gewöhnen. Sozialen Medien warf Sandvoß vor, berechtigte Gefühle wie Hass einschränken zu wollen.

Wenige Minuten vor 18 Uhr wurde die Veranstaltung mit dem gemeinsamen Singen des Deutschlandliedes beendet.

Wie viele Menschen bei Pegida auf der Straße waren, ist nicht bekannt. Die Forschungsgruppe „Durchgezählt“ hatte Ende März erklärt, dass sie ihre ständige Erfassung von Pegida-Kundgebungen einstellt, diese künftig nur noch „stichprobenartig“ durchführen will. Die Polizei Dresden veröffentlicht schon seit geraumer Zeit keine Teilnehmerzahlen der Demonstrationen an Montagen mehr.

Im Stadtzentrum gab es am Montag auch Demonstrationen gegen Pegida. Die Zahl der Gegendemonstranten ist gleichfalls nicht bekannt. (szo)