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Pegida feiert AfD-Wahlergebnis

Einen Tag nach der Bundestagswahl versammelten sich die Pegida-Anhänger wieder in der Dresdner Innenstadt. Ihnen standen zahlreiche Gegendemonstranten gegenüber.

© Paul Sander

Dresden. Einen Tag nach der Bundestagswahl haben sich die „Patriotischen Europäer“ wie in den vorangegangenen Wochen zu ihrem „Abendspaziergang“ am Neumarkt versammelt. Kamen zuletzt oft weniger als 2 000 Menschen zu den Kundgebungen, könnten es nach dem Wahlerfolg der AfD nun etwas mehr Teilnehmer gewesen sein.

Zahlreiche Gegendemonstranten stellten sich Pegida entgegen. © Paul Sander
Schilder der Pegida-Anhänger. © Paul Sander

Pegida-Chef Lutz Bachmann feierte den Erfolg der Partei als stärkste Kraft in Sachsen und malte sich schon aus, dass die AfD in zwei Jahren Sachsens Ministerpräsidenten stellen werde. Er bedauerte, dass keiner der AfD-Politiker sich nun bei den Pegida-Teilnehmern bedanke. Einzig der frisch gewählte Dresdner Abgeordnete Richter Jens Maier habe per Facebook seinen Dank übermittelt.

Vom AfD-Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge kam Egbert Ermer, der bereits mehrfach bei Pegida in Dresden gesprochen hatte, und bedankte sich. Er sagte, die AfD sei nun eine Volkspartei: „Ohne Pegida hätte es dieses Wahlergebnis nicht gegeben.“ Dresden sei die Hauptstadt des Widerstands. Nun seien alle Schranken gelöst. „Pegida und AfD wird es von nun an gemeinsam geben.“

Ein weiterer Pegida-Redner kritisierte die Vorsitzende Frauke Petry, die nicht in der Berliner AfD-Fraktion mitarbeiten wolle, und nannte sie eine „Verräterin“. (SZ)