Merken

Pegida-Fotograf löscht Statement

Die Diskussion um den Meißner Rechtsausleger geht weiter – mit neuen Erkenntnissen.

Teilen
Folgen
© Symbolfoto: dpa

Meißen. Ein Eintrag mit Datum vom 9. Mai ist am Mittwoch von der Facebookseite des Meißner Unternehmers Enrico Schneider verschwunden. Dieser hatte in dem Statement sein Engagement bei Pegida als einen privaten Einsatz dargestellt, der nichts mit seinen beruflichen Aktivitäten zu tun habe. Von der im Internet aktiven Beobachtergruppe „Meißen Watch“ war zuvor kritisiert worden, dass der Pegida nahestehende Meißner den Auftrag zur Dokumentation des Freundschaftsspiels Meißner SV 08 gegen Dynamo Dresden am 17. Mai, ab 18 Uhr, erhalten habe. Schneider zog sich daraufhin als Fotograf zurück. Der frühere Pegida-Mann und Ex-CDU-Stadtrat Thomas Tallacker verwies zudem darauf, dass Schneider nicht zu den Gründern der rechtspopulistischen Bewegung gehörte. Enrico Schneider sei „viel später dazugekommen.“ Bis dahin wäre er eher im linken Spektrum verortet gewesen.

Mit einem Hinweis zu dem den Bericht begleitenden Kommentar meldete sich der Meißner Mathe-Doktor Norbert Herrmann zu Wort. In dem SZ-Meinungsbeitrag hatte der Redakteur auf Parallelen zu Berufsverboten gegen DKP-Mitglieder in der alten Bundesrepublik verwiesen. Herrmann zufolge sei den DKP-Anhängern lediglich verwehrt worden, Beamte zu werden. Ihren Beruf hätten sie an vielen anderen Stellen ausüben dürfen, z.B. in Privatschulen, in Nachhilfeeinrichtungen usw. Ihm werde es immer schleierhaft bleiben, wieso Leute, die den Staat abschaffen wollten, für dieses Vorhaben den Beamtenstatus mit Pension anstrebten, so Herrmann. (SZ)

Tickets zum Spiel gibt es aktuell nur noch für die Stehplätze. Sitzplätze sind bereits vergeben. Verkaufsstellen: SZ-Treffpunkt in der Niederauer Straße in Meißen, SZ-Servicepunkt in der Fleischergasse 10 in Meißen, SZ-Treffpunkte in Radebeul und Riesa, Börse Coswig. Stehplatzkarten kosten 8 Euro, Kinder bis 14 Jahre 5 Euro.