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Pegida kündigt Webshop an

Zwei Jahre hätte sich die Bewegung gegen die Kommerzialisierung gewehrt, sagte Lutz Bachmann auf der Demo in Dresden. Jetzt sei dazu gezwungen worden.

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Dresden. Die Anhänger von Pegida haben auch an diesem Montagabend in Dresden demonstriert. Sie trafen sich auf dem Wiener Platz vor dem Hauptbahnhof. Nach Angaben der Gruppe „Durchgezählt“ kamen diesmal zwischen 2 400 und 2 800 Menschen, etwas mehr als vor einer Woche. An der Gegendemonstration nahmen zwischen 160 und 190 Menschen teil. Nach ersten Informationen blieb es ruhig.

Zum Auftakt der Kundgebung sprach wieder Lutz Bachmann. Er kündigte einen Pegida-Webshop an. Zwei Jahre hätte er sich gegen die „Kommerzialisierung“ der Bewegung gewehrt, sagte Bachmann. Doch weil inzwischen Pegida-T-Shirts in Holland verkauft werden, wolle er den „Abzockern“ das Geschäft nicht überlassen. Wen Bachmann damit konkret meinte, blieb unklar.

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Am Montag wurde bekannt, dass die ehemaligen Bachmann-Mitstreiter Tatjana Festerling sowie Edwin Wagensveld wegen ihrer selbst gedruckten T-Shirts in Holland erneut verhaftet wurden. Auf diesen waren neben einer IS-Flagge, einer PKK-Fahne sowie eines Symbols der Antifa auch ein Hakenkreuz abgebildet, das in einem Mülleimer landet. Wagensveld, der den Pegida-Ableger in den Niederlanden leitet, aber sich wie Tatjana Festerling mit Bachmann überworfen hat, trug das T-Shirt bereits im Februar auf einer Demo in Amsterdam und muss deshalb 250 Euro Strafe zahlen.

Bachmann selbst betonte am Montag in Dresden, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von T-Shirts, Pullovern, Tassen, Regenschirmen und anderen Artikeln den Pegida-Anhänger zugute kommen würden – zum Beispiel für Anwaltskosten bei Kündigungen.

Ansonsten war bei der Kundgebung nicht viel Neues zu hören. Neben Bachmann sprachen eine gewisse Ines Claudia-Gemeinert, ein Mann namens Peter sowie Siegfried Däbritz aus dem Orga-Team. Am nächsten Montag will das Bündnis auf dem Postplatz demonstrieren. (szo)