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Pegida mobilisiert erneut Tausende

Erneut gehen in Dresden Tausende auf die Straße - einen Tag früher als sonst üblich. Aber diesmal kommen erstmals weniger Menschen zusammen als zuvor.

© SZ

Dresden. Eine Woche nach Absage einer Pegida-Demonstration wegen einer Terrordrohung in Dresden hat das islamkritische Bündnis bei einer Kundgebung erneut tausende Anhänger mobilisiert. Jedoch kamen nach Angaben der Polizei zu der Kundgebung auf dem Theaterplatz vor der Semperoper am Sonntag mit 17 300 Teilnehmern knapp 8 000 weniger als zuletzt bei der Demonstration vor zwei Wochen. Damals hatte Pegida laut Polizei 25 000 Menschen in Dresden auf die Straße gebracht.

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Die Sonntags-Demonstrationen in Dresden

Es war die 13. Kundgebung der Pegida und die erste nach dem Rücktritt ihre Mitgründers Lutz Bachmann, der am vergangenen Mittwoch über ausländerfeindliche Facebook-Posts und ein Selfie mit „Hitler-Bärtchen“ gestolpert war. Nur wenige Meter von der Kundgebung entfernt demonstrierten rund 5 000 Menschen mit dem Bündnis „Dresden für alle“ auf dem benachbarten Schlossplatz gegen die Ausgrenzung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe und Religion. Es kam zu kleineren Rangeleien zwischen Anhängern beider Lager. Die Polizei war mit 1 558 Beamten im Einsatz.

Pegida hatte die Demonstration um einen Tag vorgezogen, denn unter dem Motto „Offen und bunt - Dresden für alle“ findet jedoch an diesem Montag ein Konzert gegen Fremdenfeindlichkeit mit zahlreichen Künstlern wie Herbert Grönemeyer statt.

Presse-Lügner und Politik-Versager

Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel kritisierte bei der Kundgebung am Sonntag die Organisatoren des Konzerts, die mit „Geld und Stars“ nur zeigen wollten, dass Pegida „im direkten Vergleich verliert“. Deshalb habe man die eigene Kundgebung auf den Sonntag verlegt. Anhänger der Pegida könnten so am Montag auch das Gratiskonzert besuchen, sagte Oertel.

Die 37-Jährige wies Berichte über eine Zusammenarbeit ihrer Bewegung mit der AfD zurück. Auch im Zusammenhang mit dem Rücktritt Bachmanns habe es keine Absprachen gegeben, sagte sie. „Pegida ist und bleibt überparteilich.“ Unter großem Beifall der Menge sprach Oertel von „Presse-Lügnern und Politik-Versagern“ und kündigte eine Initiative für ein Bürgerbegehren zur Rücknahme der Polizeireform in Sachsen an.

Nach Oertel sprachen mehrere Redner, darunter auch „Ed aus Holland.“ Der Mann, der eigentlich Edwin Wagensveld heißt und im fränkischen Bastheim lebt, kritisierte die Presse im Allgemeinen und die GEZ. Zum Schluss kündigte Rene Jahn vom Pegida-Organisationsteam an, dass man wieder einen Spaziergang durchführen wolle. Offen bleibt wann. Da der Sonntag aber eine Ausnahme sein sollte, wird die Demo wohl am 2. Februar stattfinden. (szo/dpa)

Den Demo-Sonntag in Dresden zum Nachlesen finden Sie im Tickerprotokoll

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