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Pegida sagt „Spaziergang“ ab

Am kommenden Montag soll es nach Angaben des Bündnisses keinen sogenannten „Spaziergang“ durch Dresden geben. Stattdessen plane man eine stationäre Kundgebung.

© dpa

Dresden. Die asylkritische Bürgerinitiative Pegida in Dresden verzichtet nach eigenen Angaben erstmals auf eine Demonstration. Das achte Treffen werde am Montagabend nicht – wie bisher üblich – als Spaziergang organisiert, sondern als Kundgebung, heißt es auf der Facebook-Seite von Pegida. Das Organisationsteam reagiere damit auf „die Einwände der Unternehmer“, die Umsatzausfälle durch Straßensperrungen und einen Imageschaden befürchteten, hieß es weiter. Man nehme diese Sorgen ernst und verhalte sich damit gegenteilig wie die Vertreter von Parteien, Gewerkschaften und Kirchen. Die haben sich zu einem Bündnis „Dresden für alle“ zusammengeschlossen und ebenfalls für den kommenden Montag zu einem Sternmarsch aufgerufen, der sich auf mehreren Routen durch die Innenstadt zieht.

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Die Pegida-Organisatoren sehen in ihrer Entscheidung einen Beweis für ihre „Kritikempfänglichkeit“. Auf der Facebook-Seite von Pegida stießen die Pläne auf ein geteiltes Echo. Die einen lobten die Besonnenheit, andere werteten den Beschluss als „klein beigeben“ und „Einknicken gegenüber dem System“. Manche verwiesen auf die Proteste von 1989: „Hätten wir damals so viel Rücksicht genommen, hätte sich nie was geändert.“

Pegida demonstriert seit Ende Oktober jeden Montagabend gegen die deutsche Asylpolitik und fürchtet eine „schleichende Islamisierung des Abendlands“. Zuletzt waren nach Polizeiangaben 7500 Menschen dem Pegida-Aufruf gefolgt. Beim achten Treffen sollen erstmals mehrere Redner auftreten. (SZ/uwo)