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Pegida-Unterstützer treffen sich in der Innenstadt

Dresden. Am Montagabend haben erneut Unterstützer von Pegida in Dresden demonstriert. Sie versammelten sich auf dem Schlossplatz. Diesmal sprach Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann, derzeit wohnhaft auf der Kanaren-Insel Teneriffa, wieder zu den selbst ernannten Patrioten.

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© SZ

Dresden. Am Montagabend haben erneut Unterstützer von Pegida in Dresden demonstriert. Sie versammelten sich auf dem Schlossplatz. Diesmal sprach Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann, derzeit wohnhaft auf der Kanaren-Insel Teneriffa, wieder zu den selbst ernannten Patrioten.

Nach der Forderung mehrerer SPD-geführter Länder zu einem Abschiebestopp nach Afghanistan kritisierte Bachmann auch wieder die EU-Außenpolitik, die er als „Asylindustrie“ bezeichnete. Seine von „Abschieben“-Rufen unterbrochene Rede endete mit der bekannten Durchhalte-Parole, dass Pegida gegen diese Politik „wie ein Gebirge“ stehen werde.

Ähnlich optimistisch äußerte sich Pegida-Mann Siegfried Däbritz in seiner Rede zur Bedeutung von Pegida. Er lobte die Demonstranten in Rumänien, die gegen die Regierung massenhaft auf die Straße gingen und diese so zum Einlenken bewegt hätten. Das sollten sich die Pegida-Unterstützer zum Vorbild nehmen. Zuvor regte sich Däbritz wenig überraschend über das gerade aufgebaute Kunstwerk vor der Frauenkirche auf und kritisierte Dresdens OB Dirk Hilbert, der das Werk am Dienstag einweihen will und der die „Gedenkkultur“ der Dresdner zum 13. Februar zerstören wolle.

Für den 13. Februar riefen die Pegida-Organisatoren ihre Anhänger auf, der Opfer still zu gedenken. Eine Kundgebung werde es nicht geben.

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Nach Angaben der Studentengruppe „Durchgezählt“ kamen 1 600 bis 1 900 Teilnehmer zum so genannten Montagsspaziergang von Pegida, damit etwas mehr als in der Vorwoche. Bei Gegenkundgebungen entlang der Pegida-Demonstrationsroute hatten sich diesmal 90 bis 120 Demonstranten versammelt. Eine offizielle Teilnehmerzahl für die Kundgebungen wird von der Polizei nicht veröffentlicht. (szo)