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Pegida will zur OB-Wahl antreten

Reichlich 4 000 Menschen haben am Montagabend in Dresden bei Pegida demonstriert. Offenbar will die Bewegung künftig in der Dresdner Stadtpolitik mitmischen.

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© dpa

Dresden. Die Pegida-Bewegung will in Dresden zur Oberbürgermeisterwahl am 7. Juni antreten. Das gab Pegida-Gründer Lutz Bachmann am Montag auf der 15. Kundgebung der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ in der sächsischen Landeshauptstadt bekannt. Bachmann sprach von drei möglichen Kandidaten. Pegida werde zeitnah einen Bewerber vorstellen.

Die Pegida-Demo am 16. Februar

In Dresden hat es am Montagabend erneut eine Demonstration des Bündnisses Pegida gegeben.
In Dresden hat es am Montagabend erneut eine Demonstration des Bündnisses Pegida gegeben.
Polizeiangaben zufolge kamen 4.300 Anhänger der Bewegung auf den Neumarkt.
Polizeiangaben zufolge kamen 4.300 Anhänger der Bewegung auf den Neumarkt.
Mehr als 500 Polizisten waren im Einsatz.
Mehr als 500 Polizisten waren im Einsatz.
Noch vor Pegida hatten deren Gegner  demonstriert.
Noch vor Pegida hatten deren Gegner demonstriert.
Zunächst hatte es auf dem Neumarkt eine Pegida-Kundgebung gegeben.
Zunächst hatte es auf dem Neumarkt eine Pegida-Kundgebung gegeben.
Mit dabei: Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann
Mit dabei: Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann
Bachmann gab bekannt, dass Pegida zur Oberbürgermeisterwahl in Dresden am 7. Juni antreten will.
Bachmann gab bekannt, dass Pegida zur Oberbürgermeisterwahl in Dresden am 7. Juni antreten will.
Bachmann sprach von drei Kandidaten. Man werde zeitnah einen Bewerber vorstellen.
Bachmann sprach von drei Kandidaten. Man werde zeitnah einen Bewerber vorstellen.
Nach der Kundgebung marschierten die Teilnehmer dann durch Dresdens Innenstadt.
Nach der Kundgebung marschierten die Teilnehmer dann durch Dresdens Innenstadt.
Während Pegida demonstrierte, wurde bei den "Postplatzkonzerten" der Gegner wieder musiziert.
Während Pegida demonstrierte, wurde bei den "Postplatzkonzerten" der Gegner wieder musiziert.

Dem Vernehmen nach will Bachmann nicht selbst antreten. Der 42-Jährige ist vorbestraft und war nach Bekanntwerden ausländerfeindlicher Äußerungen als Vereinschef von Pegida zurückgetreten. Nach Spaltung der Bewegung Ende Januar kehrte er aber als Cheforganisator der wöchentlichen Demonstrationen zurück.

In Dresden brachte Pegida am Montagabend nach Polizeiangaben rund 4 300 Demonstranten auf die Straße. Etwa 400 Menschen protestierten auf dem Postplatz dagegen. Bachmann berichtete über ein Treffen von „Gida“-Ablegern aus ganz Deutschland am vergangenen Wochenende in Dresden und stellte zehn „Dresdner Thesen“ vor. Darin wird unter anderem eine sofortige Abschiebung abgelehnter Asylbewerber gefordert.

Auch in anderen Städten gab es am Montag Kundgebungen von Pegida-Ablegern. In Leipzig versammelten sich nach ersten Schätzungen mehrere Hundert Legida-Anhänger auf dem Augustusplatz. Zu fünf Gegenveranstaltungen kamen ebenfalls mehrere Hundert Menschen. In Chemnitz wurden etwa 250 Pegida-Anhänger und etwa 200 Gegner gezählt.

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In Magdeburg standen rund 780 Magida-Anhänger etwa 700 Gegnern gegenüber. In Berlin konnte Bärgida nur noch rund 170 Teilnehmer mobilisieren. Durch Stralsund zogen rund 150 bis 200 MVgida-Demonstranten. Erstmals demonstrierte auch in Nürnberg ein Pegida-Ableger. Nügida brachte aber nur 150 Menschen auf die Straße, die auf insgesamt etwa zehnmal so viele Gegendemonstranten trafen. In Bremerhaven folgten rund 1 000 Menschen einem Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) und demonstrierten für Weltoffenheit. (dpa)