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Pendler wundert sich über Knöllchen

Ein Mann stellt sein Auto auf dem kostenfreien Parkplatz an der Kolonie ab. Danach soll er zahlen. Für ihn ist das ein Rätsel.

© Symbolbild/dpa

Von Britta Veltzke

Riesa. Das war eine Überraschung – im negativen Sinne: Als Jörn Timmel am vergangenen Samstagvormittag zurück zu seinem Auto kommt, das er am Morgen zuvor auf dem kostenfreien Pendlerparkplatz an der Kolonie abgestellt hatte, findet er ein Knöllchen.

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Ein Parkverbotsschild habe Timmel aber nicht registriert: „Ich habe keins gesehen, weswegen ich von einer Reinigungsaktion ausging, nach deren Abschluss die Schilder wieder mitgenommen wurden.“ Auch als Timmel sein Auto abgestellt hatte, waren ihm keine Schilder aufgefallen. „Da der Sturm am Donnerstagabend so heftig blies, ist es ohne Weiteres möglich, dass das Schild umgeweht wurde.“

Doch hier widerspricht die Stadt: Wegen des Sturmes sei Freitag noch ein zweites Mal kontrolliert worden, ob die Schilder noch stehen, so Stadtsprecher Uwe Päsler. „Da war aber alles okay. Ein weggewehtes Schild ist dann in der Tat nicht gültig.“

Hintergrund für das zeitweilige Parkverbot sei die Rasenmahd am Parkplatz gewesen. „Das geschieht viermal jährlich und schon in all den Jahren seit Bestehen dieses Parkplatzes. Die AGV macht das auf Wunsch der Stadt immer sonnabends, damit den vielen Berufspendlern der Parkplatz immer zur Verfügung steht.“ Die Parkverbotsschilder würden stets 72 Stunden vorher aufgestellt. „Diejenigen, die ihr Auto vorher parken, können ungünstigenfalls eben mal betroffen sein“, so der Stadtsprecher.